Welt-Kino bei der Viennale

Wien, (OTS) Welt-Kino präsentiert die Viennale 2001 von 19. bis 31. Oktober. Einen ersten Programmüberblick gab Viennale-Chef Hans Hurch bei einem Pressegespräch am Freitag. Rund 130 Spielfilme -durchwegs österreichische Erstaufführungen - geben einen umfassenden Überblick über die aktuelle Kinoproduktion um den Erdball. Neben den internationalen Spielfilmen bietet die Viennale auch wieder ein interessantes Programm von Dokumentar- und Kurzfilmen, neue österreichische Filme, Tributes und Spezialprogramme sowie die Retrospektive im Filmmuseum, die seit Jahren zum festen Bestandteil des Festivals zählt.****

Eröffnet wird die Viennale mit Nanni Morettis "La stanza del figlio", weiters sind u.a. zu sehen: "Vou para casa" von Manoel de Oliveira, "Va savoir" von Jacques Rivette, "Eloge de l’amour", ein audiovisuelles Gedicht von Jean-Luc Godard oder "What Time Is It There?" von Tsai Ming-liang. Aus Amerika kommen neue Filme von Joel Coen, Sean Penn, Richard Linklater und David Mamet, weiters wartet das Festival mit kinematographischen Entdeckungen, Filmen, die in ästhetische und inhaltliche Grenzbereiche oszillieren auf.

Das dichte Dokumentarfilmprogramm stellt neue Werke von Filmemachern wie Jonas Mekas, Frederick Wiseman, Stan Neumann, James Benning und Hartmut Bitomsky, von dem "B-52" zu sehen ist, vor. Eine Reihe von Kurzfilmen zeigt dieses Medium als eigenständige künstlerische Gattung.

Stark vertreten ist heuer der österreichische Film, u.a. mit der heimischen Premiere von Jessica Hausners "Lovely Rita", weiters den Uraufführungen der dokumentarischen Arbeit "In the Mirror of Maya Deren" von Martina Kudlacek oder der essayistisch-dokumentarischen Rom-Studie "Die Stadt und die Erinnerung" von Gabriele Hochleitner.

Viennale-Tributes sind der heute 94jährigen Schauspielerin Fay Wray, dem Dokumentarfilmer Peter Nestler und - unter dem Motto "Restless Souls" - neuen Geisterfilmen aus Japan gewidmet. Special Programs gelten u.a. dem Werk des vor kurzem verstorbenen holländischen Dokumentarfilmers Johan van der Keuken und Alain Guiraudie.

Die Retrospektive im Filmmuseum, die vom 1. bis 31. Oktober dauert, trägt den Titel "Aus dem Herzen der Welt" und ist dem Kino der zentralasiatischen Republiken Kasachstan, Tadschikistan, Kirgistan und Turkmenistan, das in den letzten beiden Jahrzehnten eine der spannendsten Entwicklungen des Weltkinos durchmachte gewidmet.

Als Neuheit präsentiert das Festival Viennale -Lectures, Vorträge und Gespräche zum Thema Film. Eine Buchpräsentation und die dazugehörige Lesung von "Film und Verhängnis" von Ilse Aichinger und eine Fotoausstellung von Hiroshi Sugimoto, die amerikanischen Kinoarchitekturen gewidmet ist, komplettieren das Festival. (Schluss) gab/rr

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