Stadlbauer zu Einkommensschere: Haupt versteckt sich hinter Zahlenspielen

Wien (SK) "Sicherlich zu wenig" sei es, so SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer am Freitag, "sich weinerlich hinter dem Argument zu verstecken, die Daten, die zur Kritik über die geringen Frauengehälter herangezogen wurden, wären aus dem Jahr 1998, und damit nicht mehr aktuell. Bundesminister Herbert Haupt sollte zur Kenntnis nehmen, dass es sich bei der Einkommensungleichheit zwischen Männern und Frauen bis heute nicht nur nichts verbessert hat, sondern im Gegenteil seit Regierungsantritt eine Verschlechterung feststellbar ist." Stadlbauer forderte den für die Frauenagenden zuständigen Minister Haupt auf, etwas gegen die Einkommensschere zu unternehmen, statt "verstecken zu spielen". ****

"Ansatzpunkte gäbe es genug. Zum Beispiel könnte ich mir vorstellen, Frauenförderung in verpflichtenden Betriebsvereinbarungen zu installieren. Oder überhaupt die von unseren Ministerien gehandhabte Vergabe öffentlicher Gelder an Betriebe mit Frauenförderung." Auch erinnerte Stadlbauer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ daran, dass in der Fragen der Gleichbehandlungsgesetze Nachzugbedarf an die EU-Richtlinien besteht.

Bei der Kinderbetreuung sieht Stadlbauer weitere wesentliche Versäumnisse der Regierung. "Der massive Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen ist ein zentrales Element zur Bekämpfung der Einkommensschere. Es werden österreichweit noch cirka 100.000 Betreuungsplätze benötigt", betonte Stadlbauer und fährt fort: "Von seiten der Regierung habe ich allerdings außer schönen Worten nichts dazu gehört." (Schluss) ml/mp

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