BV Thomas Blimlinger: Radpolitik à la ÖVP

Wie man den Radverkehr bremst statt zu fördern zeigt wieder einmal die ÖVP der Inneren Stadt

Wien (Grüne) - Welchen Unterschied gibt es in der Radpolitik zwischen einem schwarz regierten Bezirk wie der Inneren Stadt und einem grün regierten Bezirk wie Neubau? Ganz einfach. Der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, Franz Grundwalt, bremst die RadfahrerInnen, indem er sich dafür ausspricht, daß der bestehende Radweg am Ring zwischen Schottenring und Schottengasse aufgelassen und statt dessen ein gemeinsamer Geh- und Radweg markiert wird. Der Zweck dieser Maßnahme soll sein, das Tempo der RadfahrerInnen zu drosseln (!). Der grüne Bezirksvorsteher von Neubau, Thomas Blimlinger, hingegen hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, daß beim Umbau der 2er-Linie
nicht auf den Radverkehr vergessen wird und einen durchgehenden Radweg auf der 2er-Linie durchgesetzt.

"Durch diese Maßnahme des schwarzen Bezirksvorstehers sieht man ganz klar, wie wichtig es war, eine taugliche, parallelführende Alternative für den Ringradweg zu schaffen. Außerdem ist es unverantwortlich, den schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen einen gemeinsamen Weg zuzumuten, während die AutofahrerInnen völlig unbehelligt
bleiben," meint Thomas Blimlinger, der Grüne Bezirksvorsteher von Neubau. Für den Ringradweg selber empfiehlt Blimlinger seinem schwarzen Bezirksvorsteher-Kollegen, sich an die Empfehlungen einer Studie zu halten, die die Stadt Wien bereits 1992 von einem Zivilingenieurbüro erstellen hat lassen. Darin werden zwei Alternativen zur Attraktivierung des Radverkehrs entlang der Ringstraße empfohlen. Entweder sollten punktuelle Maßnahmen ergriffen werden oder gleich die Nebenfahrbahn des Rings zur Gänze dem Radverkehr gewidmet werden. "Der Ringradweg mit seinen oftmaligen Seitenwechsel und den vielen Konfliktpunkten mit den FußgängerInnen ist aber offenbar durch punktuelle Maßnahmen nicht sanierbar. Deshalb sollte die Stadt Wien endlich den Mut aufbringen, eine wirkliche Verbesserung des Ringradweges, nämlich die Verlegung des Radwegs in die Nebenfahrbahn, umzusetzen," folgert der grüne Bezirksvorsteher. Das wäre auch ein wichtiger Schritt zur Attraktivierung des Radverkehrs, zur welcher sich die Stadt Wien im Klimaschutzprogramm von 1999 selbst verpflichtet hat.

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