Blaulichtorganisationen benötigen digitales Funksystem für optimale Hilfseinsätze

Wien (OTS) - Die sogenannten "Blaulichtorganisationen" (Bundesfeuerwehrverband, Österreichisches Rotes Kreuz, Arbeitersamariterbund, Johanniter und Malteser Hospitaldienst) melden dringenden Bedarf am digitalen Kommunikationsnetz "ADONIS" des Innenministeriums.

Bei vielen Einsätzen kämpfen die "Blaulichtorganisationen" immer wieder mit Engpässen bei Funkfrequenzen oder unzureichenden Kommunikationsmitteln.
"Insbesondere bei übergreifenden Einsätzen mehrerer Organisationen ist die rasche, präzise und effiziente Kommunikation ein absolutes Muss. Gerade im Einsatz ist ein störungsfreies Verstehen und in der Folge entsprechendes Handeln der Einsatzleitung unabdingbar für einen optimalen Ablauf", so Bernhard Jany, Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes.

Bei Nachbesprechungen von Katastrophen (Galtür, Tauerntunnel, Kaprun...) wurde der Bereich Kommunikation immer wieder kritisiert.

Das digitale Funksystem basiert auf dem europäischen Funkstandard TETRA und ist auch mit den Netzen anderer EU-Mitgliedsstaaten kompatibel. Das Innenministerium hat sich zur Aufgabe gestellt, ein gemeinsames, übergreifendes, digitales Funknetz für alle "BOS" (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) zu errichten. "Selbst innerhalb jedes einzelnen Hilfsdienstes käme es durch den Einsatz von ADONIS zu Verbesserungen in der Qualität", stellt RK-Sprecher Jany fest. "Geplant wären online Datenzugriffe, so z.B. auf Pläne und Gefahrgut-Dateien der Feuerwehr oder direkte Übertragung von Daten aus dem Rettungsfahrzeug in das Krankenhaus, um somit Vorbereitungen besser treffen zu können."

Aus der Sicht der Blaulichtorganisationen soll 2003 mit dem Aufbau des bundesweiten Netzes begonnen werden. Mit 2005 könnte Adonis im Vollbetrieb sein.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.roteskreuz.at

ÖRK-Pressestelle

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