Rauschfreie - Sichere Kommunikation für optimale Hilfseinsätze

Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) erklären Bedarf an Errichtung und Beteiligung eines digitalen Kommunikationsnetzes.

Wien (OTS) - Derzeit kämpfen die "Blaulichtorganisationen" bei Einsätzen sehr mit Störungen ihrer Frequenzen auf Grund von inhomogenen und zum Teil veralteten Funkstrukturen. Zudem stehen zu wenig Frequenzen zur Verfügung und es herrscht ein großer Mangel an effizienten Applikationen im Bereich des Datenaustausches, erläutert der Bundessekretär des Arbeiter-Samariter-Bundes Mag. Stefan Brinskele. "Insbesondere bei übergreifenden Einsätzen mehrerer Organisationen, wo eine rasche und möglichst störungsfreie Kommunikation zwischen staatlichen Behörden, unseres Hilfseinsatzes und anderer Beteiligter erfolgen muss, stellen die Störungen bei unserer Kommunikation über Funk mehr als nur ein Ärgernis dar. Gerade im Einsatz ist störungsfreies Verstehen der Einsatzleitung unabdingbar für einen optimalen Ablauf", so Mag. Brinskele. Gegenwärtig ist dies ein Mangel, der bei jeder Katastrophe der jüngeren Vergangenheit, von Wilhelmsburg, Lassing über Galtür, Kaprun und den letzten Tunnelbränden immer wieder zu Kritik geführt hat.

Deshalb besprachen die Vertreter der sog. "Blaulichtorganisationen" - des Bundesfeuerwehrverbands, des Österreichischen Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Johanniter und des Malteser Hilfsdienstes - am 23. August 2001 diese Problematik und bekundeten ihr Interesse an einer Kooperation mit dem Projekt ADONIS des Innenministeriums.

Dieses digitale Funksystem, das auf dem europäischen Funkstandard TETRA basiert und dessen Netz aus wirtschaftlichen Gründen von einem Betreiber aufgebaut wird, ist auch mit den Netzen anderen EU-Mitgliedsstaaten kompatibel. Das Innenministerium hat sich zur Aufgabe gestellt, ein gemeinsames, übergreifendes, digitales Funknetz für alle "BOS" (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) zu errichten. Durch das neue Funksystem erwarten sich die "Blaulichtorganisationen" verbesserte Kommunikation im Einsatzfall zwischen den verschiedenen Organisationen; auch die Hubschrauber der Hilfsorganisationen würden integriert. Das ADONIS-System sieht zudem vor, jene Bereiche des Bundesgebiets zu versorgen, in welchen heute noch immer "Funkschatten" jegliche Verbindung verhindern.

"Selbst innerhalb jedes einzelnen Hilfsdienstes käme es durch den Einsatz von ADONIS zu Verbesserungen in der Qualität der Einsatzleistung", stellt Mag. Brinskele. fest. "Geplant wären online Datenzugriff, wie z.B. auf Pläne und Gefahrgut-Dateien der Feuerwehr, direkte Übertragung von Daten aus dem Rettungswagen in das Krankenhaus, um somit Vorbereitungen besser zu treffen, effizientes Flottenmanagement durch Satellitenunterstützung und eben störungsarme, rauschfreie Kommunikation".

Läuft alles nach Plan, soll bereits 2003 mit dem Aufbau dieses bundesweiten Netzes begonnen werden. Mit 2005 würden alle "Blaulichter" ausschließlich mit ADONIS funken.

Rückfragenhinweis: Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Bundesverband
Mag. Stefan Brinskele
Tel.: 89145 140, 0664 1608688

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