SCHENNACH BEGRÜSST ZAHLREICHE KANDIDATUREN FÜR PUBLIKUMSRAT Grüne: Magenta und Knoll als überparteiliche KandidatInnen

Wien (OTS) "Die Herausforderung wurde angenommen. Zahlreiche Verbände und Organisationen haben Dreiervorschläge für die Wahl zum Publikumsrat eingebracht. Wobei solche Vorschläge nicht nur in den sechs Bereichen erstattet wurden, die von den Rundfunkteil-nehmerInnen direkt gewählt werden, sondern auch in jenen Bereichen, in denen dem Bundeskanzler allein entscheidet", erklärt der Mediensprecher der Grünen, Stefan Schennach.
"Es wird vor allem interessant werden, wie der Kanzler mit den Vorschlägen der NGO's etwa für den Bereich Umwelt oder Kraftfahrer umgeht oder wie eng der Kanzler die Zulassung für den Bereich KonsumentInnen, einer Direktwahlkurie, auslegt. Ebenso wurden von Organisationen und Verbänden Dreiervorschläge zu Bereichen erstattet, die vom Gesetz nicht erfaßt wurden, etwa bei den Glaubensgemeinschaften", so Schennach.
Mediensprecher Schennach begrüßt, dass es zu überparteilichen Kandidaturen gekommen ist. Etwa beim TXO-Star Andrea Konrad alias Magenta, die sowohl von der Grünalternativen Jugend als auch von den Kinderfreunden für den Bereich Jugend nomiert wurde oder bei Gertraud Knoll für den Bereich Familie, die auch von den Grünen unterstützt wird.
"Unabhängig von den zahlreichen Kandidaturen bleibt die Kritik
an der Gesetzeswillkür bei der Bestellung und am Wahlmodus selbst vollinhaltlich aufrecht. Etwa an der Nichtberücksichtigung der Frau-und Menschenrechtsorganisationen, der MigrantInnen und der Ausschließung der moslemischen und jüdischen Glaubensgemeinschaft. Durch die Faxwahl werden vor allem ältere Personen am Land von der Teilnahme an der Wahl ausgeschlossen wie auch all jene, die im gemeinsamen Haushalt mit dem Gebührenzahler leben. Das betrifft insbesondere Frauen und Jugendliche. Kurios, dass durch diesen Modus überwiegend Väter die künftige ORF-Vertretung ihrer Kinder wählen werden", kritisiert Schennach.
"Mit den zahlreichen Kandidaturen wurde jedenfalls die Herausforderung angenommen und die Absicht der ÖVP, sich über den Publikumsrat die absolute Mehrheit im Stiftungsrat zu sichern, in einem ersten Schritt durchkreuzt. Der ORF ist als Medienanstalt, als Informations-, Bildungs- und Kulturinstitution zu wichtig, um ihn widerstandslos Schüssel und Khol zu überlassen", schließt Schennach.

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