Bgm. LR Knotzer: Sicherheitsakademie wird keine Erweiterung des Flüchtlingslagers

Traiskirchen favorisiert weiter Fremdsprachengymnasium bzw. Dependance einer Fachhochschule

St. Pölten, (SPI) - "Die um 320 Millionen Schilling fertiggestellte Sicherheitsakademie kann sicher nicht zu einer Erweiterung des Flüchtlingslagers umfunktioniert werden. Dafür fehlen die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Raumplanung und der Grundstückswidmung. Das Grundstück der SIAK hat derzeit eine Sonderwidmung - eben als Sicherheitsakademie - inne, einer Änderung für eine Erweiterung des Flüchtlingslagers wird der Gemeinderat der Stadt Traiskirchen nicht zustimmen", kommentiert Traiskirchens Bürgermeister LR Fritz Knotzer kolportierte Planungen aus dem Innenministerium, den Gebäudekomplex der Sicherheitsakademie als Erweiterung des Flüchtlingslagers nutzen zu wollen.****

Die Stadtverantwortlichen verfolgen weiterhin die Planungen betreffend der Einrichtung eines Fremdsprachengymnasiums bzw. einer Dependance einer Fachhochschule. Hier sind die Überlegungen bereits sehr weit gediehen, auch wurden bereits entsprechende Gespräche mit Verantwortlichen von Fachhochschulen geführt. "Die Stadt Traiskirchen und mit ihr die Bevölkerung trägt seit Jahren die Bürde, rund 1.000 Flüchtlinge zu beherbergen. Die Bevölkerung nimmt damit eine große moralische Verantwortung für ganz Österreich wahr - aber nun sind wir an einer Grenze angelangt. Eine Erweiterung des Flüchtlingslagers kann der Bevölkerung nicht mehr zugemutet werden, zumal bereits jetzt die Zustände untragbar sind", so Knotzer. Wöchentlich tauchen rund 100 Flüchtlinge aus Traiskirchen wieder in die Illegalität ab, eine kleine Minderheit von leider in die Kriminalität abgedrifteten Insassen sorgen immer wieder für Zwischenfälle.

"Innenminister Strasser ist aufgerufen, endlich einmal für eine ordnungsgemäße Unterbringung und eine ordnungsgemäße Abwicklung des Asylverfahrens im bereits bestehenden Flüchtlingslager zu sorgen. Weiter sollen mehr Flüchtlinge in Privatunterkünften, verteilt auf ganz Österreich, untergebracht werden. 1.000 Flüchtlinge in der Stadt sind die Grenze - weitere kann die Stadt im Interesse der Bevölkerung nicht aufnehmen. Ein Migrationszentrum im Komplex der SIAK ist deshalb abzulehnen, ein solches könnte aber durchaus in einem Gebäude des Innenministeriums in Wien Einzug finden", so Bürgermeister Landesrat Knotzer abschließend.
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