Pumberger: Hauptverband sollte auf Krankenscheine und deren Gebühren verzichten

Würde auch den Lenkungseffekt verstärken

Wien, 2001-08-21 (fpd) - "Noch vor der Einführung der Chipkarte sollte der Hauptverband der Sozialversicherungsträger das veraltete und überflüssige Krankenscheinsystem abschaffen", schlug heute der freiheitliche Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger vor. ****

"Gebühren erzielen sehr wohl einen Lenkungseffekt. Bestes Beispiel hierfür stellen die Krankenscheingebühren dar. Seit der Einführung dieser ‚Eintrittskarte zum niedergelassenen Arzt’ durch die SPÖ verstärkte sich der Trend zu den, für das Gesundheitswesen extrem teuren, Spitalsambulanzen. Sinnvoller ist da vielmehr, die Patienten weg von den Spitälern hin zum niedergelassenen Bereich zu lenken", erläuterte Pumberger.

"Der Hauptverband, aber auch die AK, der ÖGB und die SPÖ lassen keine Möglichkeit aus, um zu verdeutlichen, daß man auf die Einnahmen aus den Ambulanzgebühren verzichten könnte. Vernünftiger wäre es aber, auf die Krankenscheine und die Einnahmen aus den Krankenscheingebühren zu verzichten. Der Verwaltungsaufwand durch die Krankenscheine für die Wirtschaft, die Ärzte und auch für die Krankenkassen steht ohnedies in keinem Verhältnis zu den 50,-Schilling. Abgesehen davon, wäre der - nunmehr für den Patienten kostenlose niedergelassene Arzt - wirklich eine verlockende Alternative und würde den Lenkungseffekt nachhaltig verstärken", so Pumberger.

"Daß es auch ohne Krankenscheine geht, beweisen eine Vielzahl von Beispielen. Seit die Ärzte über Disketten abrechnen, müssen die oberösterreichischen Ärzte die Krankenscheine selber aufbewahren und sie nicht mehr an die Gebietskrankenkasse schicken. Dabei kommt man sich vor wie ein akademischer Altpapiersammler. Versicherte der Eisenbahn und der BVA benötigen für diskettenabrechnende Ärzte überhaupt keinen Krankenschein mehr. Dadurch würde sich das Gesundheitswesen in Österreich mehr ersparen, als es durch die Krankenscheingebühr einnimmt", schloß Pumberger. (Schluß)

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