ÖGB-SKANDAL: WESTENTHALER: SOS-Suchaktion für ÖGB-Präsidenten!

Während sich Skandal ausweitet: Schweigen der ÖGB-Spitze

Wien, 2001-08-21 (fpd) - FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler forderte heute eine SOS-Suchaktion für die nach dem Privilegienskandal bei den Postgewerkschaftern offenbar verschollenen ÖGB-Spitzen Verzetnitsch und Nürnberger. ****

Das Schweigen der ÖGB-Spitze zu diesem Megaskandal rund um die üppigen Gehaltsaufettungen von 20 Postgewerkschaftern sei bezeichnend. Während Nürnberger und Verzetnitsch ihre Abzockerkollegen decken und keine Konsequenzen ziehen flattern den Gewerkschaftsmitgliedern derzeit sündteure Hochglanzbroschüren zur Urabstimmung ins Haus mit dem bezeichnenden Titel "Soziale Gerechtigkeit". "Vor dem Hintergrund des nunmehrigen Abzockerskandals in dem immerhin der ÖGB-Vizepräsident unterging ist diese Urabstimmung unter diesem Titel eine Verspottung der kleinen Mitglieder", so Westenthaler.

Es sei hoch an der Zeit daß Verzetnitsch aus der Deckung kommt und folgende acht Fragen beantwortet:

*) Wann haben Sie von den Gehaltserhöhungen von bis zu 80 Prozent bei ihren Postgewerkschaftern und insbesondere bei ihrem Stellvertreter Dörfler erfahren?

*) Warum haben Sie nichts gegen diese Gehaltserhöhungen unternommen und welche weiteren Gehaltserhöhungen hat es in den letzten 12 Monaten bei Personalvertretern des ÖGB gegeben?

*) Sind Sie bereit alle Einkommen der ÖGB-Spitzenvertreter offenzulegen?

*) Werden Sie persönliche Konsequenzen aus diesem Skandal ziehen?

*) Werden Sie im Rahmen der Urabstimmung über die "soziale Gerechtigkeit" ihre Mitglieder auch über die Gehälter der Spitzengewerkschafter befragen?

*) Teilen Sie die Meinung des Herrn Dörfler, daß er trotz Gehaltserhöhung von 80.000 auf 100.000 ÖS ein reines Gewissen haben kann?

*) Warum hat der ÖGB und vor allem seine Postgewerkschafter nach der ominösen Vereinbarung mit dem Postvorstand zu Personalabbau und finanziellen Einschnitten für die Postler geschwiegen?

*) Sind für Sie die Einkommen der Spitzengwerkschafter "sozial gerecht"?

"Verzetnitsch muß nach tagelangem Schweigen endlich Stellung beziehen und entweder alle Gehälter offenlegen oder selbst zurücktreten", forderte der FPÖ-Klubobmann. Es erhärte sich darüberhinaus der Verdacht, daß der ÖGB-Präsident über die Vorgänge bei der Post informiert war.

Weitere unerhörte Privilegien der Postgewerkschafter =

Mittlerweile dreht sich Skandalkarussell rund um die Privilegien der Postgewerkschafter weiter. So sollen die rot-schwarzen Gewerkschafter auch über eigene Dienstautos zum Teil mit Chauffeure verfügen, während den kleinen Postangestellten die Freifahrten bei der Bahn gestrichen wurden. Weiters gibt es zu den üppigen Gehältern auch noch eine ganze Reihe von Zulagen wie Aufwandsentschädigungen, Reisekostenvergütungen, Nachtdienstgelder, Geldverkehrszulagen usw.

Ein besonderer Fall ist laut Westenthaler die sogenannten PTA-Zulage wegen Nichternennung. Sie wird gewährt, wenn die dienstrechtlichen Voraussetzungen für eine Ernennung nicht gegeben sind. Also wenn zum Beispiel ein Gewerkschafter eine entsprechenden Prüfung, die zu einer Ernennung notwendig ist nicht schafft, dann kommt er zum Trost in den Genuß einer großzügigen PTA-Zulage. Diese beträgt zum Teil über 100.000 ÖS.

"Ich gehe davon aus, daß wir erst die Spitze eines gewaltigen Privilegieneisberges kennen und sich dieser Skandal der Abzocker im ÖGB weiter auf viele andere Bereiche ausweiten wird", so Westenthaler abschließend. (Schluß)

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