Drehschluss für ORF-Produktion "Hainburg"

Wolfgang Murnbergers Liebesgeschichte vor politischem Hintergrund "im Kasten"

Wien (OTS) - Noch ein allerletzter Drehtag stand auf dem Drehplan der ORF-Filmproduktion "Hainburg", zu der der Großteil der Dreharbeiten bereits im Frühjahr dieses Jahres absolviert worden war:
Seit Freitag, dem 17. August 2001, ist das Projekt der ORF-Hauptabteilung Kultur komplett abgedreht. Regisseur Wolfgang Murnberger inszenierte diese fiktive Liebesgeschichte zwischen einer Demonstrantin und einem Gendarmen, die im Winter 1984, zur Zeit der Aubesetzung, in Hainburg spielt. Damals verhinderten Umweltaktivisten die Rodung des Auwaldes und damit den von der Regierung beschlossenen Baubeginn für ein Wasserkraftwerk an der Donau. Murnberger verfasste - nach einer Idee des ORF-Redakteurs Heinz Ambrosch - auch das Drehbuch zum Film.
In den Hauptrollen standen die Filmneuentdeckung Barbara Redl als Demonstrantin Veronika und Gunther Gillian, zuletzt in der ORF-Komödienserie "Dolce Vita & Co." zu sehen, als Gendarm Jakob vor der Kamera. Beide wählte Murnberger aus jeweils rund 40 Casting-Teilnehmern aus: Sowohl Redl als auch Gillian sind noch eher unbekannte Gesichter, was für Murnberger ein sehr wichtiger Aspekt war, um die Geschichte authentischer und dramaturgisch interessanter gestalten zu können.
Im Film spielen Redl und Gillian ein Paar, das während des Au-Konflikts eine intensive, aber kurze Liebe erlebt: Als Demonstrantin für die gute Sache und als Vertreter des Gesetzes, der anfangs - zumindest beruflich bedingt - auf der anderen Seite steht, haben die Filmfiguren Veronika und Jakob nicht die besten Voraussetzungen. Dennoch entwickelt sich eine starke Liebe zwischen den beiden, die jedoch so sehr an den Ort und die Dauer des Konflikts gebunden ist, dass sie an einer kleinen Indiskretion Jakobs zerbricht.
Um die brisanten politischen Ereignisse rund um die Aubesetzung im Winter 1984 besser transportieren zu können, wird Murnberger bestehendes ORF-Dokumentationsmaterial in den Film einbauen, doch trotz politischen Hintergrunds ist die ORF-Produktion "Hainburg" eine Liebesgeschichte. "Ich hoffe, dass jene Leute, die damals dort waren, nicht enttäuscht sind, weil eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht und nicht die politischen Ereignisse", so Murnberger. "Aber das ist ja auch nicht unser Ziel: Wir machen einen Film für den ORF-Hauptabend und keine Dokumentation, davon gibt es ja auch schon genügend."
"Hainburg" ist eine ORF-Produktion, hergestellt von DOR Film. Der Sendetermin des Films ist derzeit für Anfang 2002 geplant.

"Brüder": Neues Filmprojekt für Wolfgang Murnberger
Nach der Beendigung von "Hainburg" setzt Wolfgang Murnberger seine Regiearbeit für den ORF nahtlos fort: Gestern, am 20. August, starteten die Dreharbeiten zu einer ORF-Koproduktion mit dem Titel "Brüder", die Murnberger nach einem Drehbuch des Duos Uli Brée und Rupert Henning inszeniert. Die Komödie erzählt die Geschichte dreier ungleicher Brüder, die nach dem Tod ihrer Mutter erfahren, dass sie nicht den selben Vater haben. Eine turbulente Suchaktion beginnt. In den Hauptrollen stehen Wolfgang Böck, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek als Geschwistertrio vor der Kamera. Mehr Informationen zu diesem ORF-Projekt - eine Koproduktion mit der Wiener DOR Film, die mit Unterstützung des Wiener Film Fonds, des Österreichischen Filminstituts und des Landes Niederösterreich hergestellt wird -folgen morgen, am 22. August, in einer weiteren Presseaussendung des ORF.

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