ÖAMTC ermittelt Pkw-Kostenindex weil amtliche Statistik fehlt

Kilometergeld ist mit S 4,90 nach wie vor zu nieder

Wien (ÖAMTC) - Mit der vorläufigen Einstellung des Pkw-Kostenindex durch die Statistik Austria mit Beginn des Jahres ist die offizielle Messlatte für die Preissteigerung abhanden gekommen. Der ÖAMTC hat deshalb erst kürzlich bei der Statistik Austria den Autokosten-Index "bestellt" und damit dessen Wiederaufnahme, die im allgemeinen Interesse liegt, beschleunigt. Im Optimalfall könnte der "Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr" wieder ab Oktober von der Statistik Austria erhoben werden.

"Um die Preissteigerungen bis zur Wiedereinführung der Berechnungen des Pkw-Index durch die Statistik Austria transparent zu machen, ermittelt der Club bis dahin monatlich einen Autokostenindex", wie ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau erklärt.

Analog zum Verbraucherpreis-Index für Juli 2001 (Basis 1996=100) 107,1 beträgt der vom ÖAMTC errechnete Autokosten-Index im Juli 2001 (Basis 1996=100) 112,9. Aus dieser Berechnung des ÖAMTC ergibt sich damit eine eindeutige Verteuerung der Autokosten gegenüber dem Indexstand der letzten Kilometergelderhöhung (101,1) um 11,7 Prozent. Brugger-Brandau: "Dieser Prozentsatz liegt deutlich über der '7-Prozent-Hürde', bei deren Überschreitung eine neuerliche Kilometergelderhöhung ansteht."

Die Preissteigerungen der vergangenen Jahre sind für alle Autofahrer deutlich spürbar, auch wenn einzelne Positionen wie die Kraftstoffpreise im Vergleich zum Vormonat etwas billiger geworden sind.

Die dramatische Verteuerung der Autokosten seit der letzten Erhöhung des Kilometergeldes vor mittlerweile mehr als vier Jahren (Juni 1997) ist ausschlaggebend für die Forderung des ÖAMTC, das amtlich festgesetzte Kilometergeld von derzeit S 4,90 auf S 5,50 zu erhöhen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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