AK erstritt 75.000 Schilling für zu Unrecht entlassenen Lehrling

Linz (AKO) Für einen von einem Linzer Karosserie-Unternehmen zu Unrecht entlassenen Lehrling ging die Arbeiterkammer vor Gericht. Das Verfahren endete mit einem Vergleich, bei dem der Unternehmer die eingeklagten Ansprüche zur Gänze anerkannte. Der Lehrling erhielt 75.000 Schilling nachgezahlt.

Der junge Mann hatte seine gesamte Lehrzeit bei dem Linzer Karosserie-Unternehmen bereits absolviert und befand sich in der Behaltezeit, als er einen Arbeitsunfall erlitt. Im Krankenhaus wurde er krankgeschrieben und erhielt die Mitteilung, dass die schriftliche Krankenstandsmeldung direkt an das Unternehmen übermittelt werde. Dennoch teilte er bereits am Morgen nach dem Arbeitsunfall den Krankenstand auch telefonisch dem Unternehmen mit.

Unmittelbar nach dem Krankenstand trat der Lehrling den bereits zuvor vereinbarten Urlaub an. Aus dem Urlaub zurückgekehrt, fand er bei der Post seine fristlose Entlassung sowie einen Einberufungsbefehl zum Bundesheer vor.

Als der junge Mann schriftlich darauf hinwies, dass er keinerlei Entlassungsgrund gesetzt habe, wurde er vom Rechtsanwalt der Firma zu einem Gespräch geladen, das er gemeinsam mit seinem Vater führte. Da der Unternehmer dennoch an der fristlosen Entlassung festhielt, wandte sich der Lehrling an die Arbeiterkammer.

Die betreuende Rechtsexpertin der Arbeiterkammer konnte ebenfalls keinen Grund für eine fristlose Entlassung finden. Der Lehrling hatte den Krankenstand ordnungsgemäß gemeldet, und der anschließende Urlaub war bereits Monate zuvor genehmigt worden. Die Arbeiterkammer forderte seine vertragsmäßigen Ansprüche für den Zeitraum ein, der bis zur ordnungsgemäßen Beendigung des Dienstverhältnisses durch Kündigung verstreichen hätte müssen.

Da der Unternehmer sich weigerte zu zahlen, ging die Arbeiterkammer vor Gericht. Erst da erkannte der Unternehmer offenbar die Haltlosigkeit seiner Position und stimmte einem Vergleich zu, der dem ehemaligen Lehrling die geforderten Ansprüche von 75.000 Schilling netto zu 100 Prozent sicherte.

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