Regionalkonferenz der Wirtschafts- und Arbeitsminister in Salzburg

Regierungsvertreter aus Österreich, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn diskutieren Fragen der

Wien (BMWA-OTS) - EU-Erweiterung

Auf Einladung von Bundesminister für Wirtschaft
und Arbeit Dr. Martin Bartenstein findet am 26. und 27. August 2001 in Salzburg im Rahmen der von der Bundesregierung initiierten sogenannten "Regionalen Kooperation" eine Konferenz mit den Wirtschafts- und Arbeitsministern Tschechiens, Ungarns, Polens, der Slowakei und Sloweniens statt. ****

Im Mittelpunkt der Konferenz werden aktuelle Fragen der EU-Erweiterung, insbesondere die vertragliche Ausgestaltung der künftigen Beziehungen auf dem Arbeitsmarktsektor, die Intensivierung der Zusammenarbeit der Arbeitsmarktservices, sowie der weitere Ausbau der bestehenden bilateralen Informationskontakte zur Vorbereitung auf den EU-Beitritt der Nachbarstaaten stehen. Des weiteren wird ein Informationsaustausch über aktuelle WTO-Fragen stattfinden.

Für Österreich bedeuten die Bemühungen um verstärkte Kooperation mit den angrenzenden EU-Beitrittskandidaten sowie mit Polen (einem Land, das in kultureller Hinsicht auch zu unseren "Nachbarn" zählt) unmittelbar vor deren EU-Beitritt eine Fortführung der engen Beziehungen, die in der Vergangenheit auf allen Ebenen entwickelt wurden.

Die österreichischen Nachbarstaaten Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien sowie Polen sind für Österreich traditionell wichtige Handelspartner. Seit der Ostöffnung 1989 entwickelten sich diese Länder zu einem dynamischen Exportmarkt für die österreichische Wirtschaft. So erreichte das Handelsvolumen Österreichs mit diesen Staaten im Vorjahr bereits einen Wert von rund 215 Milliarden Schilling (rund 15,6 Milliarden Euro).

Der Wert der Importe aus diesen Staaten lag im Vorjahr bei rund 97 Milliarden Schilling (7,04 Milliarden Euro), jener der Exporte bei rund 118 Milliarden Schilling (rund 8,57 Millionen Euro). Dies entspricht etwa 9,4% der gesamtösterreichischen Importe bzw. 12,3% der gesamtösterreichischen Exporte. Bezogen auf Osteuropa entfallen mehr als drei Viertel der Importe bzw. auch der Exporte auf diesen Staatenkreis. Der positive Trend im Außenhandel setzte sich auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres weiter fort.

Österreichs enge Verflechtung mit diesen 5 Ländern zeigt sich auch bei den Direktinvestitionen der österreichischen Wirtschaft. So wurden bisher über 7,7 Milliarden US-Dollar seitens österreichischer Unternehmen in diesen Ländern investiert. Der Anteil diese Länder an dem gesamten österreichischen Direktinvestitionen in den Oststaaten liegt derzeit bei 81%. Der Höchstwert war 1992 mit über 90% zu verzeichnen.

Aufgrund der hohen Investitionen zu Beginn der 90er Jahre in Ungarn ist der Kapitalstock Österreichs in Ungarn noch immer recht hoch. In Ungarn belaufen sich die österreichischen Direktinvestitionen auf über 2 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr musste Ungarn allerdings seinen bisherigen Spitzenplatz an die Tschechische Republik abgeben. In Tschechien wurden aus Österreich bereits über 2,7 Milliarden US-Dollar investiert. Slowenien hat schon immer österreichische Investoren angelockt und seinen Kapitalstock kontinuierlich erhöht. Mit rund 1,3 Milliarden US-Dollar und einem Marktanteil von über 45% ist Österreich in Slowenien mit Abstand der wichtigste Investor. Auch Polen konnte in den letzten Jahren zulegen. Österreichische Firmen haben bisher über 1,1 Milliarden US-Dollar in die polnische Wirtschaft investiert. Die Slowakei ist noch auf Aufholkurs. Dort liegen die österreichischen Direktinvestitionen bei 530 Mio. US-Dollar. Österreichs zählt insgesamt - vor allem bezogen auf seine Einwohnerzahl - zu den wichtigsten Investoren in diesem Länderkreis.

Hinweis an die Redaktionen: Wie bereits mitgeteilt, findet am Montag, 27. August, um 12.15 Uhr im Wolf-Dietrich-Saal des Salzburg Congress (5020 Salzburg, Auerspergstraße 7) eine gemeinsame Pressekonferenz statt, zu der alle Medienvertreter herzlich eingeladen sind.

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Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel:(01) 71100-5108
Presseabteilung: Mag. Georg Pein, Tel:(01) 71100-5130E-Mail: presseabteilung@bmwa.gv.atBundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

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