Partik-Pable: Salzburgs Ruf als Festspielstadt gefährdet

Finanzieller Schadenersatz der politisch Verantwortlichen

Wien, 18.8.2001 (fpd) - Die Ankündigung, dass die "Fledermaus" in Salzburg zu einer Provokation werden würde, wurde durch die gestrige Premiere mehr als bestätigt, meinte die freiheitliche Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pable.

"Wieder einmal erhebt sich die Frage, welcher Schaden den Salzburger Festspielen durch solche Produktionen, die das Publikum total vor den Kopf stoßen und irreführen, zugefügt wird und wie die Reputation als ernst zu nehmende Festspielstadt aufs Spiel gesetzt wird", so Partik-Pable. Sämtliche ausländische Besucher, die sich beim Kartenkauf eine Operette mit unverfälschter Strauß-Musik erwartet haben, wurden vor den Kopf gestoßen und es ist leicht vorauszusehen, mit welchen Eindrücken sie die Festspielstadt verlassen und welche Reklame sie für die Salzburger Festspiele machen werden.

"Geboten wurde eine geschmacklose und an den Haaren herbeigezogene Gesellschaftskritik mit eingestreuten Straußmelodien. Wenn schon Kunst nicht ohne Provokation auskommen kann, so soll zumindest die Provokation geistreich sein, die Musik unangetastet bleiben und nicht ein geschmackloser Strauß-Verschnitt mit Vorstadt-Klamauk daraus werden", so Partik-Pable weiter. Sowohl inhaltlich als auch musikalisch war das Stück so verfremdet, dass man es nicht mehr als Strauß-Operette erkennen konnte. "Es erhebt sich die Frage, auf Grund massenweiser Stornierungen für zukünftige Vorstellungen, ob es nicht an der Zeit wäre, jene Politiker, die es ermöglichen, dass solche fragwürdigen Künstler, die jene, die die Musik von Johann Strauß und die Reputation der Festspielstadt mit Füssen treten, zum finanziellen Schadenersatz herangezogen werden sollten", schloss Partik-Pable.
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