Westenthaler: Unfassbarer Privilegienskandal bei der Postgewerkschaft

ÖGB-Chef Verzetnitsch muss sofort Stellung nehmen

Wien (OTS) - Einen unfassbaren Privilegenskandal im Österreichischen Gewerkschaftsbund ortete heute FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler. Er fordert ÖGB-Präsident Verzetnisch auf, sofort Stellung zu beziehen und Konsequenzen zu ziehen.

So wurde heute bekannt, dass sich die rot-schwarzen Postgewerkschafter bereits im Mai dieses Jahres mit der Postführung eine saftige Gehaltserhöhung ausgepackelt haben, die in den Einzelfällen bis zu 80 Prozent plus für die obersten Personalvertreter gebracht hat. So wurde etwa das Bruttogehalt von SPÖ-Gewerkschafter Dörfler von 80.000 Schilling pro Monat auf 100.000 Schilling angehoben. Sein Vize von der ÖVP-Gewerkschaft Wiedner genehmigte sich eine Gehaltserhöhung von 33.000 Schilling auf nunmehr rund 60.000 Schilling. Der zweite Stellvertreter Dörflers von der SPÖ Podany katapultierte sich von 69.000 Schilling im Monat auf mehr als 87.000.-- Schiling. Darüberhinaus habe es offenbar weitere saftige Gehaltsauffettungen für weitere Personalvertreter bei der Post gegeben. Während die obersten Gewerkschaftsbosse bei der Post fest in die Kassa greifen, werde gleichzeitig über tiefe Einschnitte mit Personalabbau bei der Post auch seitens der Gewerkschafter und der Postführung diskutiert. "Das ist ein derart ungeheuerlicher Skandal, dass es zu sofortigen Konsequenzen kommen muß" forderte der Freiheitliche Klubobmann.

Der FPÖ liegen weitere Informationen vor, wonach sich diese Privilegien und Gehaltsauffettungen nicht nur bei der Post AG abgespielt hätten, sondern auch in anderen Bereichen. "Ich fordere daher Herrn ÖGB-Präsidenten Verzetnitsch auf für die geplante Mitgliederbefragung im Herbst eine entscheidende Frage an oberster Stelle zustellen: Sind sie mit den Supergagen der Gewerkschaftsbosse einverstanden? So lange derartige Mißstände und Privilegien herrschen, haben Verzetnitsch und Co jedenfalls nicht im mindesten das Recht die Bevölkerung gegen die Regierung aufzuhussen, sondern sie sollten sich vielmehr selbst in Frage stellen" so Westenthaler. Für die FPÖ kündigte der Freiheitliche Klubobmann eine breite Aufklärungskampagne hinsichtlich dieses Gagenskandals an, sowie parlamentarische Schritte im Herbst.

Sollte ÖGB-Boss Verzetnitsch diese Gagenauffettungen nicht sofort rückgängig machen und auch alle anderen Gagen der Gewerkschaftsbosse veröffentlichen dann bleibt ihm als logische Konsequenz nur mehr der sofortige Rücktritt bzw. die Befragung seiner Mitglieder über den Verbleib an der Spitze.

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