Radetzkybrücke: Instandsetzungsarbeiten knapp vor dem Abschluss

Wichtige Verbindung 1./3. Bezirk ab Samstag behinderungsfrei

Wien, (OTS) Eine der schönsten Wiener Brücken, die gleichsam das "Tor zum Donaukanal" bildet, kann ab morgen Samstag früh, wieder ungehindert befahren werden: Die im Jahr 1900 errichtete Radetzkybrücke - unverwechselbar durch die schönen Jugendstilelemente des Stahlfachwerks und die beiden - vor einigen Jahren restaurierten - Brückenbeleuchtungen ("Laternen"). Trotz der zahlreichen ineinander verzahnten Instandsetzungsmaßnahmen, darunter auch die Gleiserneuerung durch die Wiener Linien, konnte der Zeitrahmen deutlich unterschritten werden. Dazu seitens der Bauleitung der MA 29 - Brückenbau und Grundbau, Ing. Erich Zsifkovits: "Das Aufrechterhalten des Individualverkehrs auf einer Spur, der Gleisbau und die Brückeinstandsetzung auf einer so geringen Fläche - es wurden aus Sicherheitsgründen auch Leitwände aufgestellt - machte einen ganz genauen Zeitplan erforderlich. Dazu kamen noch laufende Optimierungen, und auch ein bisschen Wetterglück, sodass die Fertigstellung deutlich früher möglich wurde. Für Grundierungsarbeiten ist nun einmal trockenes Wetter notwendig und auch der beste Tragwerksbeton muss erhärten".

Auch wenn Staus in diesem vielbefahrenen Bereich unvermeidlich waren, die Brückenfachleute der MA 29 haben zusammen mit Verkehrsexperten getrachtet, die Behinderungen zu minimieren. Einen interessanten Einblick gewährt eine von TOAR Ing. Anton Schön und Ing. Erich Zsifkovits ausgearbeitete Auflistung häufig gestellter Fragen bzw. Lösungsansätze, die hier (auszugsweise) wiedergegeben wird:

o Mehr Arbeiter

Einsatz je nach Tätigkeit bis zu 30 Mann. Den optimalen Arbeitsfortschritt stellt ein Wechselspiel zwischen Maschineneinsatz und Arbeitskräfteeinsatz dar. Wegen der verhältnismäßig geringen Flächen dauerten manche Arbeitsgänge zwar nicht einmal einen Tag, aber es gab entsprechende Wartezeiten für das Trocknen des Betons und das Aushärten von Kunstharz. Auch
3 Schichten Gussasphalt, die mit einer Temperatur von 240 Grad eingebaut werden, brauchen entsprechende Abkühlzeiten.

o Nachtarbeit

Wurde für optimale Bauzeit herangezogen, zum Beispiel Auswechselnd der Schienen, alte Beläge abfräsen. Ist aber auch eine Kostenfrage.

o Andere Verkehrsführung

Brücken befinden sich meist an neuralgischen Punkten, Instandsetzungen sind deshalb kaum ohne Verkehrsbehinderungen möglich. Es wurden insgesamt 4 Verkehrsverhandlungen abgehalten, um jene Lösung zu finden, die "die kleinste Summe aller Übel" darstellen sollte.

o Koordination

Bei der Erarbeitung der Verkehrsführung waren die Betroffenen vertreten, wie etwa die Bezirksvorstehungen 1., 2. und 3. Bezirk sowie die jeweiligen Polizeikommissariate, Polizeidirektion, Verkehrsamt, Wirtschaftskammer, Wiener Linien, MA 46 -Verkehrsorganisation, Baudienststellen des Magistrats, u.a.m. Die Baudurchführung wurde möglichst taggenau abgestimmt und verzahnt. Zu den reinen Arbeiten auf und an der Brücke kamen noch flankierende Maßnahmen wie z.B. Stützmauerinstandsetzungen beim Wienfluss und Donaukanal, Ampelanlagen, Markierungen.

Nach der Verkehrsfreigabe am Samstag werden im Zeitraum 20. bis 31. August noch geringfügige Restarbeiten vorgenommen, die Durchführung erfolgt jeweils bei Nacht 20 Uhr bis 5 Uhr früh. Dazu können einzelne Fahrspuren gesperrt werden, außerhalb dieser Zeiten wird es keine Verkehrsbehinderungen geben. (Schluss) pz

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