Hauptverband: Gruppenpraxis-Regelung ist in Vorbereitung

Leiner soll Sparpotenzial bei niedergelassenen Ärzten offenlegen

Wien (OTS) - Mit Erstaunen nimmt der stellvertretende Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Dr. Josef Probst, zur Kenntnis, dass Dr. Günther Leiner, ÖVP-Fraktionvorsitzender im Gesundheitsausschuss, den Hauptverband zum raschen Handeln in Sachen Gruppenpraxisregelung auffordert.

Die Krankenversicherungsträger haben bereits einige Initiativen gesetzt, in Wien, Oberösterreich und Tirol existieren bereits Gruppenpraxenmodelle, obwohl es die entsprechende ASVG-Novelle erst seit 7. August 2001. gibt.

Von Opposition, wie sie der Abgeordnete Leiner vermutet, kann keine Rede sein. Der Hauptverband wird mit der Ärztekammer vereinbarungsgemäß rasch Verhandlungen über Rahmenbedingungen zu zukünftigen Gruppenpraxen aufnehmen. Dem Verhandlungspaket werden außerdem auf Wunsch der Ärzteschaft, der Politik als auch der Sozialversicherungen folgende Themen angehören: Erweiterte Vertretungsmöglichkeiten, Ordinationsnachfolge, leichtere Lösbarkeit von Arztverträgen bei Vorliegen wichtiger Gründe, Mehrjahrestarifabschlüsse sowie die Beseitigung der Tarifautomatik.

Die Verhandlungen müssen auch deswegen ausführlich geführt werden, weil der Gesetzgeber für die Gruppenpraxen nur grobe Eckpunkte vorgegeben hat. Wichtige Details wie zum Beispiel, in welchen Regionen Gruppenpraxen in Vertrag genommen werden sollen, wurden den Vertragspartnern zur Klärung überlassen.

Der Abgeordnete Leiner wäre gut beraten, anstatt wider besseres Wissen beim Hauptverband Fundamentalopposition zu vermuten, die Zahlen offenzulegen, wonach bei den niedergelassenen Ärzten heuer bis 1,3 Milliarden Schilling eingespart werden können, wie er es heute wiederholt vorrechnete.

Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der Sozialversicherungsträger
Pressestelle
Pashalina Kalaitzis
Tel: 711 32/1125
Fax: 711 32/3785
pashalina.kalaitzis@hvb.sozvers.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHS/OTS