Ungarns Städte - Architektonische Juwele

Wien (OTS) - Viele ungarische Städte gehen auf Ansiedlung
deutscher Gelehrter und Kaufleute zurück, die König Stephan der I. und seine Nachfolger ins Land holten. Einige davon möchten wir heute kurz vorstellen. Zu den ältesten des Landes Zählen die sogenannten Königsstädte Budapest, Esztergom, Szekesfehervar und Veszprem.

Esztergom, im malerischen Donauknie nördlich von Budapest gelegen, ist nicht nur für seine Basilika, die größte Kirche Ungarns, berühmt, sondern auch für die erst in diesem Jahrhundert freigelegten Ruinen des Königspalastes aus dem 11. Jh. Zu den ältesten Teilen der Burg zählen die Grundmauern einer romanischen Rundkirche.

In Szekesfehervar, 972 als Alba Regia gegründet, wurden im Verlauf von 500 Jahren 37 Herrscher hier gekrönt und 39 bestattet. Zu den kostbarsten Kunstdenkmälern der Stadt zählen die Fresken von A.F. Maulbertsch in der Kirche und im Ordenshaus der Karmeliter. Das Bischofspalais mit seinen schmiedeeisernen Balkonen und das Rathaus sind die schönsten Repräsentanten des ungarischen Zopfstils. Für die Erhaltung der Baudenkmäler im Palastviertel erhielt die Stadt den Europa-Nostra-Preis.

Veszprem, die Stadt der Königinnen, wurde von Gefolgsleuten der bayrischen Gattin König Stephans erbaut. Gisela ließ auch die Kathedrale errichten, in der seit damals fast alle Königinnen gekrönt wurden. Schon im 11. Jahrhundert wurde die Stadt Bistum, das historische Burgviertel geht ebenfalls auf diese Zeit zurück.

Aber nicht nur die Königsstädte verdienen Beachtung. So ist zum Beispiel Györ ein barockes Juwel, das seinesgleichen sucht. Die als Einkaufsstadt bekannte Grenzstadt Sopron zeigt in der Altstadt eines der geschlossensten mittelalterlichen Stadtbilder Mitteleuropas. Das südungarische Pecs besticht nicht nur durch ihren viertürmigen Dom, sondern besitzt mit der Kasim Gazi Pascha Moschee das besterhaltenste islamische Bauwerk im Herzen Europas und mit den römischen Gräbern aus dem 4. Jh. seit kurzem ein Welt-Kulturerbe. Kecskemet ist ein Gesamtkunstwerk des ungarischen Jugendstils. Rund um den Kossuth-Platz stehen das Rathaus, der Cifrapalast mit seinen bunt glasierten Dachziegeln und reichen Blumenornamenten und die Alte Kirche im typischen Zopfstil. Szeged, die Hauptstadt der Südlichen Tiefebene, ist nicht nur Heimat der Salami, der Fischsuppe und des Krautfleisches, sondern auch kulturelles Zentrum mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Dom, Universität, Synagoge. Debrecen, zweitgrößte Stadt Ungarns in der Nähe der Hortobagy-Puszta mit seiner berühmten Universität, hat sich bis heute den Charme einer Kleinstadt erhalten und ist gleichzeitig das bedeutendste Thermalbad Ostungarns.

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