VLK-Bildtext Nr. 257; Freitag, 17. August 2001 Naturschutzbericht wird umgesetzt BILD

Umweltschutzbeirat legte Landesregierung Forderungskatalog vor

Bregenz (VLK) - Die Vorarlberger Landesregierung hat auf ihrer letzten Sitzung einen 22 Punkte starken Forderungskatalog des Umweltschutzbeirates beraten und den zuständigen Abteilungen zugeleitet. "Wer morgen eine hohe Umwelt- und Lebensqualität haben will, muss schon heute nachhaltige Maßnahmen ergreifen", begrüßt Umweltlandesrat Erich Schwärzler diese Empfehlungen als Umweltkompass.

Grundlage des Forderungskataloges ist der vom Naturschutzrat im November 2000 vorgelegte Bericht "Natur und Umwelt in Vorarlberg -Analysen - Ziele - Visionen". Landesrat Schwärzler: "In diesem Bericht werden sowohl positive Aspekte als auch noch zu lösende Fragen offen angesprochen. Erfreulich ist, dass den Bürgerinnen und Bürgern in Vorarlberg ein hohes Umweltbewusstsein bescheinigt werden kann."

In den Empfehlungen des Umweltschutzbeirates werden die verschiedensten Themenbereiche angesprochen: Gewässer, Boden, Landesverwaltung, Forst, Jagd, Tourismus, Energie, Verkehr, Lärmschutz und Bildung. Einige Beispiele: Die Aufstellung eines Revitalisierungsprogrammes für Fließgewässer, die Erhöhung des Anteiles biologischer Lebensmittel in den vom Land oder im Auftrag des Landes geführten Küchen, das Offenhalten der Landschaft oder die Entwicklung eines "Ökostrom-Gütesiegels". Klar definierte Erfolgskriterien machen den Fortschritt bei der Umsetzung dieser Maßnahmen nachvollziebar.

Fünf vor zwölf für die Vielfalt der Landschaft

Ein besonderes Anliegen des Umweltschutzbeitrates ist das Offenhalten der Landschaft. Anlässlich einer Exkursion nach Frastanz/Nenzing wurde anhand von Luftbildaufnahmen festgestellt, dass es in dieser Region fünf vor zwölf ist, die Vielfalt der Landschaft zu erhalten.

Hans Burtscher und Günter Stadler boten den Mitgliedern des Umweltschutzbeirates in der Natur Einblick auf die Entwicklung und stellten dabei auch die Aktion "Heugabel" vor. Landesrat Schwärzler lobte die Initiative zwischen Bauern und Bürgern in Frastanz und machte deutlich, dass es für das Offenhalten der Landschaft und die Pflege der Natur keine Alternative zu den Bauern gibt. "Desahlb müssen ihre Leistungen entsprechend abgegolten werden, damit nicht die Hangflächen verbuschen und dadurch ein Stück Vielfalt der Heimat verloren geht", so Landesrat Erich Schwärzler.
(ad/gw) (umw_rat.vlk)

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