Kurzschlussgefahr am Strommarkt

Wien (OTS) - Die ab 1. Oktober 2001 vollständige Öffnung des Strommarkts wird von einer Fülle unterschiedlichster Angebote für Gewerbebetriebe begleitet. Mit ihren Rahmenverträgen für Stromlieferungen darf sich hogast, die Einkaufsgenossenschaft für Hotellerie und Gastgewerbe mit Sitz in Wals/Salzburg, als Vorreiter für eine nun österreichweit zu beobachtende "Poolwut" betrachten. Schließlich kann hogast für die knapp 1000 an ihrem Energiepool beteiligten Mitgliedsbetriebe eine Ersparnis von rund 35 Millionen Schilling belegen.

Steigen die Strompreise wieder an,
steigen Liberalisierungsgewinnler wieder aus

Doch die Abnehmerbündelung bei Gewerbestromkunden treibt jüngst seltsame Blüten. Mancher Berater fühlt sich als Goldgräber, der aber hauptsächlich sein eigenes Unternehmen an der Stromliberalisierung zu sanieren trachtet. "Die Einbehaltung von 25 bis 50 Prozent der erzielten Ersparnis durch den Poolorganisator sind keine Seltenheit," weiß hogast-Experte Bruno Berger. Die Entwicklung am Strommarkt zeigt, dass über kurz oder lang der Goldrausch für die Liberalisierungsgewinnler vorbei sein könnte. Steigen - wie internationale Tendenzen zeigen - die Stromkosten innerhalb der nächsten Jahre wieder an, steigen die Goldgräber wieder aus. Gastronomen und Hoteliers sollten sich also nicht zu Kurzschlusshandlungen verleiten lassen. Es zeigt sich, dass "sortenreine" Branchenlösungen für das Gastgewerbe zu favorisieren sind.

Der Bündelung des Potenzials von Gewerbestromkunden steht auf der anderen Seite eine Konzentrationstendenz bei den Energielieferanten gegenüber. Negativ für die Konsumenten ist, dass durch das Ende der staatlichen festgelegten Höchstpreise bei wieder zunehmender Monopolisierung auf Seiten der Energieversorger das Preisniveau rasch nach oben klettern kann. International ähnelte fünf bis sieben Jahre nach der Stromliberalisierung das Preisniveau meist jenem vor der Marktöffnung.

In Österreich droht der Wettbewerb bereits eingedämmt zu werden, ehe er richtig funktioniert. So registriert die hogast Unterschiede von bis zu 100 Prozent bei den Netzgebühren. In einigen Bundesländern müssen daher gravierende Änderungen bei den Netzgebühren vorgenommen werden, damit der Strommarkt überhaupt funktionieren kann. Überhöhte Netzkosten vernichten bei kleineren Unternehmen Vorteile aus der Strompreisliberalisierung. Trennt man rechnerisch Netz- und Energiepreise zeigt sich, dass manche Energielieferanten aktuell deutlich unter dem Marktpreis anbieten. Ein wie zu erwarten ist kurzfristiges Vergnügen für die Verbraucher.

hogast sorgt für Überblick und Preisvorteile

In dieser Situation, wo es durch erste kurzfristige Kündigungen leistungspreisfreigestellter (z.B: Küchentarife) Stromlieferverträge durch die Energieversorger bereits Verlierer der Liberalisierung gibt, ist das Engagement der hogast für die meisten Tourismusunternehmen notwendiger denn je. hogast sorgt dabei nicht nur für den notwendigen Überblick für Hotel- und Gastbetriebe im derzeitigen Angebotswirrwarr, sondern arbeitet aktuell intensiv an einer weiteren Attraktivierung des von ihr geführten Strompools. Mit Nachverhandlungen soll allen Mitgliedern ein einheitliches Energiepreisniveau geboten werden. Die Netzgebühren sollten vom Regulator auf ein einheitliches Niveau gebracht werden. hogast-Fachmann Bruno Berger kennt mehrere Gründe, warum die Einkaufsgenossenschaft als Strompool erfolgreicher agieren kann, als andere: "Wir haben keine finanziellen Interessen am Betrieb des Strompools und verfolgen langfristig gemeinsame Ziele. Daher sind unsere Lösungen genau auf die Bedürfnisse von Hotellerie und Gastronomie zugeschnitten."

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Mag. Waltraud Huetz-Ebner
(Öffentlichkeitsarbeit)
Tel. 0662/8963-39
e-mail: huetz-ebner@hogast.at

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