Philips-Kündigungen: Wien wird Arbeitsstiftung anbieten

Wien, (OTS) "Die Stadt Wien wird über den WAFF (Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds) der Firma Philips die gemeinsame Schaffung einer Arbeitsstiftung für die ArbeitnehmerInnen, die bis Ende 2002 ihren Arbeitsplatz bei Philips verlieren werden, anbieten", erklärte am Donnerstag Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder im Hinblick auf die angekündigten 1.200 Kündigungen am Philips-Standort Wien. Kritisch äußerte sich Rieder in diesem Zusammenhang zu den aktuellen Zentralisierungs- bzw. Privatisierungsplänen beim Arbeitsmarktservice: "In Zeiten, in denen eine gebremste Konjunktur und damit ein unsicherer Arbeitsmarkt absehbar ist, ist es grob fahrlässig, die bisher erfolgreiche aktive und regional abgestimmte Arbeitsmarktpolitik dem virtuellen Ziel eines Nulldefizits zu opfern und aufs Spiel zu setzen."****

Bezüglich der geplanten Kündigungen führe der WAFF entsprechende Gespräche mit Philips. Für die betroffenen MitarbeiterInnen bedeute die Teilnahme an einer Arbeitsstiftung nicht nur zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten und damit neue Jobchancen, sondern auch eine Ausweitung des Arbeitslosenbezuges auf maximal vier Jahre. Normalerweise endet der Anspruch auf Arbeitslosengeld nach 6 bzw. 12 Monaten.

Schon bisher wurden in Wien gute Erfahrungen mit Arbeitsstiftungen gemacht. Bisher wurden 15 Unternehmen und drei Branchenstiftungen gegründet, in die 3073 ArbeitnehmerInnen eingetreten sind. Bisher haben mehr als 1.600 TeilnehmerInnen wieder einen Arbeitsplatz gefunden und mehr als 40 ein eigenes Unternehmen gegründet. In der Vergangenheit haben sich an solchen Stiftungen Firmen wie Philips, Mobil BP, Grundig oder Siemens beteiligt. (Schluss) nk/

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