ÖAMTC fordert bei Lkw-Maut Gleichklang mit Deutschland im Jahr 2003

Endlosdiskussion kostet Steuerzahler 15 Milliarden Schilling

Wien (ÖAMTC-Presse) - Deutschland wird im Jahr 2003 die Lkw-Maut einführen. Für den ÖAMTC gibt es keinen Grund, dass Österreich mit der Einführung der Lkw-Maut bis 2003 nicht mitzieht.

"Durch die fruchtlose Endlosdiskussion gegen eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik seit 1998, dem gesetzlich vorgesehenen Einführungstermin, wurden jährlich rund 3 Milliarden Schilling buchstäblich auf der Straße liegen gelassen. Kommt das Lkw Road-Pricing später als bei unseren Nachbarn, macht das allein bis 2003 mindestens 15 Milliarden Schilling aus, die den ohnedies notleidenden Straßenbaubudgets vorenthalten werden", betont Willy Matzke, ÖAMTC-Straßenexperte.

"Ohne finanzielle Basis für den Ausbau bzw. die Errichtung von Straßen führt sich jegliche Diskussion um ein nationales Verkehrssicherheitsprogramm ad absurdum", kritisiert Matzke. "Seit Jahren sind der Lückenschluss im hochrangigen Straßennetz (Schwerpunkt Großraum Wien), die Sanierung der maroden Westautobahn und die Erhöhung der Tunnelsicherheit durch die Errichtung zweiter Tunnelröhren ausständig. Diese Projekte sind aber die Basis für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit in diesem Lande. Denn Sicherheit braucht Platz!"

Es zeigt sich, dass der deutsche Weg zur Lkw-Maut über die ursprünglich auch in Österreich vorgesehene Technik der Abbuchung von einer Wertkarte führt. Auch die Möglichkeit, zur Bezahlung ohne Wertkarte bleibt vorgeschrieben. Bei einer gemeinsamen Lösung mehrerer EU-Staaten kann das natürlich auch elektronisch erfolgen. "Es gibt für Österreich keinen Grund, auch nur einen Tag später als Deutschland die Lkw-Maut einzuführen", stellt Matzke fest.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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