Lemler: "Nützen wir die Chancen der Post-Partnerschaft"

WKÖ-Bundessektionsobmann sieht im Post-Partner-Konzept vielversprechende Lösung für Nahversorger und Post

Wien (PWK573) - Auf der einen Seite lässt sich eine große Zahl von Postämtern nicht mehr wirtschaftlich führen. Auf der anderen Seite ist die Existenz vieler Nahversorger in Gefahr. Das Konzept der Post-Partner bietet für beide eine vielversprechende Lösung. "Schon vor Jahren habe ich die Meinung vertreten, dass zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe ihre Überlebensfähigkeit dadurch stärken können, dass sie nicht nur ihre traditionellen Leistungen anbieten, sondern ihr Kernangebot durch Zusatzdienste anreichern", erklärt Erich Lemler, Obmann der Bundessektion Handel in der Wirtschaftskammer Österreich.

Durch die Postpartnerschaft wurde diese Idee des "multifunktionalen Nahversorgers" mit Leben erfüllt. Wenn etwa ein Lebensmittelhändler, ein Gastronom oder eine Tankstelle Postdienstleistungen erbringt, so wird er sich nicht nur über die Vergütungen dafür freuen können. "Das erweiterte Angebot belebt außerdem die Kundenfrequenz und damit auch das Stammgeschäft", ist Lemler überzeugt.

Profitieren wird aber nicht nur der Unternehmer. Die Post, so Lemler, könne aufatmen, ist sie doch durch die Schließung von unrentablen Postämtern von hohen Fixkosten befreit. Das Niveau der postalischen Versorgung der Bevölkerung bleibt jedoch erhalten. Mit einer Stärkung der Nahversorger steigt auch die Attraktivität und touristische Anziehungskraft der einzelnen Städte und Gemeinden. So könnte der unseligen Entwicklung Einhalt geboten werden, dass die einzelnen Ortskerne als Folge absterbender Betriebe nach und nach veröden.

"Ich sehe in dem Konzept der Postpartnerschaft daher eine Chance für die Erhaltung der Nahversorgung, die Gemeinden und Städte, die Post und die Wirtschaft. Wenn es verstanden wird, diese Chance richtig zu nützen, wird das im Ergebnis eine höhere Lebensqualität für uns alle bedeuten", betont Lemler. (EBK)

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