AK-Erhebung Reisebeschwerden: Probleme mit Hotel und Flug sorgten für meisten Ärger

AK-Appell an Reisebranche: Beschwerden rasch und angemessen erledigen

Wien (AK) - War Ihr Urlaub verpatzt? Lärmbelästigung durch Baustellen, verschmutzte Strände und auch das Hotel hielt nicht, was der Prospekt versprochen hat. Fast jede zweite Beschwerde ging darüber bei der Konsumentenberatung ein. Das zeigt eine aktuelle Urlaubsauswertung der Wiener AK vom Juli. Ansteigend waren auch die Klagen über die Fluglinien: Flug verspätet, überbucht, völlig gestrichen hieß es mehrfach auf den Flughäfen. Die AK appelliert an die Reiseunternehmen, die Beschwerden rasch und angemessen zu erledigen. Tipp der AK: Lassen Sie sich bei berechtigten Beschwerden nicht mit Gutscheinen abspeisen, sondern verlangen Sie die Preisminderung in bar. Wie hoch Ihre Ansprüche sein können, finden Sie im AK-Folder "Preisminderungen bei Reisemängeln/Frankfurter Tabelle", die Sie kostenlos in der AK anfordern können:
Bestelltelefon: 501 65 401; E-Mail: bestellservice@akwien.at; Fax:
501 65 2689. Die Erhebung finden Sie im Internet unter www.ak-konsumentenschutz.at. ****

Die AK hat auch heuer wieder Reiseanfragen und -beschwerden von KonsumentInnen ausgewertet. Herangezogen wurden alle Kundenbeschwerden des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) Wien im Juli. Insgesamt waren es im Juli 226 Anfragen und Beschwerden.

Immer Ärger im Urlaub
+ Rund die Hälfte aller Anfragen und Beschwerden (115) betraf die mangelhaften Leistungen des Reiseveranstalters. Beklagt wurde vor allem die schlechte Unterbringung, wie eine mindere Kategorie der Hotelanlagen, verschmutzte Zimmer in den Hotels, Ungeziefer im Hotel, defekte oder fehlende Ausstattung und Ausfälle der Versorgungseinrichtungen, aber auch Lärm und verschmutze Strände.

+ Auffallend häufig sind dieses Jahr Beschwerden von Konsumenten rund um den Flug: Geärgert haben sich die UrlauberInnen über Überbuchungen, Streichungen von Flügen, Mängel beim Transport, wie Beförderung in einer schlechteren Klasse oder verspätetes Reisegepäck.

+ Rund 15 Prozent (34) der Konsumenten hatten Fragen zu den Stornierungen. Eine Reihe von Anfragen betraf das Erdbeben in Peru. Hauptsächlich waren es aber persönliche Ursachen, wie berufliche Termine oder plötzliche Erkrankungen, die die Konsumenten am Reiseantritt hinderten. Die Anfragen drehten sich vor allem um die Höhe der Stornogebühren sowie fehlende Stornoversicherungen.

+ Diese Saison hat den Konsumenten mehr Probleme rund um Preiserhöhungen vor Reiseantritt beschert. Ständig steigende Treibstoffpreise und schwankende Wechselkurse waren die Ursache.

+ Die meisten Beschwerden betreffen die Reiseländer Türkei, Griechenland und Tunesien.

AK-Appell an Reisebranche: Beschwerden rasch erledigen
Die Reisebranche soll jetzt rasch und angemessen die Beschwerden erledigen, fordern die AK-Konsumentenschützer. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beschwerderate betreffend mangelhafter Leistungen gleich hoch geblieben - daher sind die Bemühungen um eine Qualitätssicherung weiter fortzusetzen. Immerhin sollen die Konsumenten die schönste Zeit des Jahres unbeschwert und ohne Ärger verbringen können, so die AK-Konsumentenschützer.

Insgesamt sind dieses Jahr etwas weniger Anfragen und Beschwerden an die Konsumentenschutzeinrichtungen herangetragen worden. Die AK-Konsumentenschützer führen das vor allem auf den eher ruhigen Saisonverlauf ohne größere "Katastrophen" zurück.

Tipp der AK-Konsumentenschützer
+ Lassen Sie sich nicht bei Ihren berechtigten Beschwerden mit Gutscheinen abspeisen. Eine Preisminderung ist in bar zu gewähren. Wie hoch Ihre Ansprüche sind, können Sie aus der "Frankfurter Tabelle" ersehen.

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AK Wien Presse Doris Strecker

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