Mehr Münzen in Euro - bargeldloses Zahlen bei den Stadtkassen

Wien, (OTS) In Euro-Zeiten werden die Brieftaschen schwerer werden - was nicht mit dem Geldwert, sondern der größeren Zahl an Münzen zusammenhängt, die wir herumschleppen werden. Bekanntlich beginnen die Euro-Banknoten erst bei einem Wert von 5 Euro EUR, also nicht ganz 70 Schilling ATS. Münzen aber gibt es zu 1 Cent, 2 Cent, 5 Cent, 10 Cent, 20 Cent, 50 Cent, 1 Euro und 2 Euro, der Geldbeutel wird also entsprechend gewichtig. Daher erwartet man, dass auch im nicht so plastikgeldbegeisterten Österreich der Anteil an Geldtransaktionen mittels Bankomatkarten usw. steigen wird.

Die Stadt Wien ist auf den bargeldlosen Zahlungsverkehr vorbereitet. Vor allem die Stadtkassen, die es in vielen Bezirksämtern gibt und bei denen man alle Forderungen der Stadt begleichen kann, sind bereits auf Bankomatkassen und in vielen Bereichen auch auf Kreditkarten eingestellt. Ab Herbst werden Kreditkarten von Visa, Diners, Mastercard, JCB bei allen 16 Stadtkassen der MA 6 entgegengenommen. Und bei jeder Stadtkasse kann man jede Abgabe, egal in welchem Bezirk man sein Geschäft hat oder wohnt, einzahlen.****

Stadtkassen für alle Abgaben, Steuern, Gebühren der Stadt

Wer weder mit Zahlschein noch Einzug seine Abgaben/Steuern usw. begleichen will, kann bei den Stadtkassen bargeldlos (oder bar) z.B. die Abgaben - von der Grundbesitzabgabe, die jeden Eigenheimbesitzer trifft, bis zur Hundeabgabe oder zum Parkpickerl - bezahlen. Bei den Stadtkassen können aber auch andere "offene Rechnungen" an die Stadt beglichen werden, von Spitalsgebühren über die Entgelte für Soziale Dienste wie die Heimhilfe bis zu Kindergartengebühren, Steuern und Gebühren wie Kommunalsteuer und Wassergebühren - und sogar die Miete für die Gemeindewohnungen, wenn man sie partout nicht mit Zahlschein oder Dauerauftrag erlegen will. Übrigens gibt es rund 30 verschiedene, zu bezahlende Abgaben. Die Stadt Wien verwaltet ein 130-Milliarden-ATS-Budget (plus 15 MRD. für Wiener Wohnen) und stellt jährlich 5 Millionen Rechnungen aus.

Wer sich übrigens wundert, wieso eine Gebietskörperschaft in Zeiten von e-banking, Internet, Einzugsaufträgen, Selbstbedienungsfoyers in den Banken und Erlagscheinen immer noch Bargeldeinzahlungen anbietet: Dazu ist ein Unternehmen verpflichtet; der Kunde kann selbst entscheiden, wie er einzahlen möchte.

Und kommt jemand mit einem Zahlschein für eine städtische Abgabe/Steuer usw. zur Stadtkasse, kann er oder sie spesenfrei einzahlen; die Banken dagegen verrechnen dafür Spesen.

Stadtkassen mit Bankomatfunktion, bei denen alle Forderungen der Stadt beglichen werden können, gibt es in folgenden Amtshäusern (K - derzeit auch Kreditkarte. Ab Herbst in allen Stadtkassen Zahlen via Kreditkarte möglich).

o Stadthauptkasse, 1, Rathaus, Stiege 7
o 1, Wipplingerstraße 8 K
o 2, Karmelitergasse 9 K
o 3, Karl Borromäus-Platz 3
o 7, Hermanngasse 24-26 K
o 10, Laxenburger Straße 43-45
o 13, Hietzinger Kai 1-3
o 15, Gasgasse 8-10 K
o 16, Richard-Wagner-Platz 19
o 19, Gatterburggasse 14
o 21, Prager Straße 9
o 22, Donaustadtstraße 1
o 23, Lehmanngasse 3

Öffnungszeiten der Stadtkassen Montag bis Freitag 8 bis 15 Uhr, Donnerstag zusätzlich bis 17.30 Uhr.

Für spezielle Zahlungen bestehen in der MA 6 zusätzliche Kassenstellen in 1, Volksgartenstraße 3 (Abgabenhauptverrechnung), 8, Lerchenfelder Straße 4 (Erhebungs- und Vollstreckungsdienst) und im Ernst-Happel-Stadion (Verkehrsstrafenverrechnung).

Bargeldlose Gebührenzahlung auf den MBA’s

Kosten für StaatsbürgerInnen entstehen aber auch bei anderen städtischen Dienststellen - teilweise muss die Stadt Wien bei Eingaben und Bescheiden Verwaltungsabgaben für den Bund einheben, teilweise werden auch bei Baubewilligungen usw. städtische Gebühren fällig. Auf allen 19 Magistratischen Bezirksämtern sind dafür Bankomatkassen eingerichtet. In den MBAs für den 1/8., für den 2., für den 6/7. und für den 15. Bezirk (Front Office!) kann man auch mit Kreditkarte bezahlen.

Abschleppgebühren - bargeldloses Zahlen möglich

Nicht erfreulich, wenn auch selbst verschuldet sind auflaufende Abschleppgebühren. Wer sein Auto vom Abschleppplatz der MA 48 in Simmering, Jedletzbergerstraße 1 abholen muss, kann es dort ebenfalls mit Bankomat- oder Kreditkarte auslösen.

Angenehmer sind da schon Bankomat/Kreditkartenzahlungen in der städtischen Musikschule 1, Johannesgasse.

Das Zahlen mit Bankomat- oder Kreditkarten ist außerdem im AKH, in der Rudolfsstiftung, in drei Stellen der MA 20 - Fremdenrechtliche Angelegenheiten, in der MA 21 b - Stadtteilplanung und Flächennutzung Süd, bei der für das Wiener Wasser zuständigen MA 31 in der Grabnergasse, der MA 37 - Baupolizei in der Dresdner Straße, der MA 46 - Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten in der Zentrale Niederhofstraße und in der Schlechtastraße und in der Zentrale und einigen Außenstellen der für Staatsbürgerschaftsangelegenheiten zuständigen MA 61 möglich.

"bill-presentment" geplant

Mit e-banking können städtische Forderungen natürlich auch beglichen werden, im Internet gibt es einige Angebote im e-shop -Parkpickerl, Grafiken, Statistiken.

Ab Herbst erprobt die MA 6 auch "bill-presentment". Ein solches System der Rechnungsübermittlung via Internet und Bezahlung per Mausklick ist derzeit nur über "bezahlen.at" der Post möglich. Gemeinsam mit ihr will die Stadt Wien diese Bezahlung mit der Maus versuchsweise für die Gebühren der Kindergärten und für Marktgebühren erproben. Ein weiteres bill-presentment-System wird derzeit von der Bank Austria entwickelt. Allerdings: BürgerInnen, die bei bill-presentment mitmachen wollen, müssen eben auch tatsächlich in ihr elektronisches Postfach schauen, in dem die Rechnungen dann eintrudeln.

2 Millionen Euro-Bargeld zu Jahresbeginn 2002 nötig

Insgesamt gibt es bei der Stadt Wien übrigens ca. 1000 Kassen. Da zählen Kleinstkassen in den Dienststellen (die sogenannten "Handkassen" für Ausgaben wie Fahrscheine,Taxis usw) ebenso dazu wie jene in den Kindergärten oder die große Stadthauptkasse. Der Bargeldbedarf, den die städtischen Kassen zu Jahresbeginn in Euro haben werden, macht immerhin ca. 20 Millionen ATS aus. (Schluss) hrs

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