Muzik: WIFO-Studie belegt: Niederösterreich schlittert direkt in Verkehrsfiasko

LKW-Maut und Transitabkommen für die Ostregion dringend erforderlich

St. Pölten, (SPI) - Schenkt man neuesten Verkehrsprognosen Glauben, dann rollt auf die Bevölkerung der Ostregion in Zukunft einiges zu. Einer jüngst durchgeführten WIFO-Studie ist zu entnehmen, dass sich durch eine EU-Osterweiterung das LKW-Verkehrsaufkommen auf Niederösterreichs Straßen bis 2015 versechsfachen wird. SPNÖ Verkehrssprecher LAbg. Hans Muzik dazu: "Seit Jahren machen sich die Sozialdemokraten stark für die Einführung eines Road-Pricing-Systems für LKWs auf Österreichs Strassen. Bis dato ist das Vorhaben jedoch aus den Kinderschuhen nicht hinausgewachsen. Es drängt sich immer mehr der Verdacht einer Hinauszögerungstaktik auf, mit der bestimmte Kräfte innerhalb der Volkspartei die Frächterinteressen zumindest noch vorläufig wahrt. In Österreichs Verkehrspolitk lautet daher nicht mehr Agieren, sondern Reagieren die Devise." ****

Ein weiterer Punkt nimmt laut Studie künftig eine bedenkliche Entwicklung an, nämlich das Verhältnis von Straße zur Schiene. Hier ist eine unverhältnismäßige Verschiebung in Richtung Straße prognostiziert. "Mitte der 90er Jahre ist der Warenverkehr mit den betrittswilligen osteuropäischen Staaten noch zu zwei Drittel über die Bahn abgewickelt worden. Die WIFO-Studie sagt für das Jahr 2015 jedoch eine Reduktion auf 40 Prozent voraus. Diesem Trend muß bereits heute ein sinnvolles Konzept entgegengesetzt werden, da sonst nicht nur der totale Verkehrsinfarkt rund um Wien sowie auf der Westautobahn droht, sondern auch die Lebensqualität der angrenzenten Bevölkerung massivst eingeschränkt wird. Ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf die Umwelt", so der Verkehrsrefent der niederösterreichischen Sozialdemokraten. "Für die Zukunft steht eines fest, Österreich wird ohne verkehrspolitische Maßnahmen von der kommenden Verkehrslawine überrollt werden. Ohne eine gezielte Steuerung der Verkehrsströme über das LKW-Road-Pricing-System und ohne wirkungsvolle Übergangsbestimmungen für den Güterverkehr innerhalb der EU wird ein Verkehrsinferno über den Osten Österreichs hereinbrechen", befürchtet Muzik.
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