Josefstadt-Schulden: Hauptgläubiger Bank Austria gibt in NEWS völlige Entwarnung: "Kein Betrag offen, der uns Sorgen macht"

Vorausmeldung zu NEWS 33/01 v. 16.8.2001

Wien (OTS) - Überraschende Wendung in der Causa Theater in der Josefstadt: Die Bank Austria, bei der das Theater hoffnungslos überschuldet sein soll, erhebt keine pekuniären Ansprüche an die Bühne. Das berichtet das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Die Rede war - auch seitens zuständiger Politiker - stets von 164 Millionen Schilling Gesamtschulden, die das Haus angesammelt habe. Mit 72,8 Millionen sei die Bank Austria der Hauptgläubiger.

Das dementiert der verantwortliche Vorstandsdirektor Karl Samstag in NEWS:

- "Es gibt zwischen BA und "Josefstadt" kaum ein offenes Thema. Wir überbrücken nur durch Vorfinanzierung die Zeit, bis die Subvention eintrifft." Dies aber ist ein international üblicher Vorgang - dieser Teil der Schulden ist virtuell.

- "Aus dem laufenden Betrieb ist kein Betrag offen, der uns Sorgen macht. Das Theater ist kaufmännisch absolut im Griff."

- Von offenen Verbindlichkeiten im kolportierten Rahmen weiß Samstag nichts. "Zwischen uns ist nur eine Geschichte offen, nämlich eine Kaufpreisrestforderung von 20 Millionen aus einer Grundstücksangelegenheit. Wir wissen aber, dass diese Summe aus der ordentlichen Gebarung nicht abzahlbar ist. Also haben wir den Betrag sehr langfristig gestundet. Und wir sehen die Rückzahlung als langjähriges Kompensationsgeschäft, das heißt: Wir nehmen als Gegenwert das Haus für Kundenveranstaltungen oder Lesungen in Anspruch." Mit anderen Worten: Die Bank Austria erhebt keine pekuniären Forderungen.

In derselben NEWS-Ausgabe gibt Kulturstadtrat Mailath-Pokorny das weitere Procedere bekannt: Die Ausschreibungsfrist für die Nachfolge Helmuth Lohners im Herbst 2003 endet am 15. Jänner. Bisher wurden dem Stadtrat in persönlichen Gesprächen etwa sieben bis acht Konzepte vorgetragen. Einen Monat später - am 15. Oktober - fällt die Entscheidung. Zur selben Zeit soll auch die nunmehr feststehende Umwandlung der GmbH in eine Stiftung vollzogen werden.

Warten muss die umfassende bauliche Sanierung des Hauses, da das dafür vorgesehene Geld von Bund und Stadt im Vorjahr für den laufenden "Josefstadt"-Betrieb umgewidmet wurde.

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS-Chefredaktion
Tel. (01) 213 121103

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES/OTS