Sima zu Gensoja: Molterer muss sofort handeln

Kennzeichnung für Gensoja sofort

Wien (SK) "Landwirtschaftsminister Molterer muss sofort handeln", forderte SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima angesichts der heute von Greenpeace aufgedeckten Affäre bei Gensoja. Greenpeace habe berichtet, dass bei dem seit 1996 zugelassenen Roundupready-Soja der Firma Monsanto auch bisher völlig unbekannte Gensequenzen von Wissenschaftlern gefunden wurde. "Es ist symptomatisch, dass man bei einer seit sieben Jahren zugelassenen Gen-Pflanze immer noch auf unangenehme Überraschungen stößt und dass Monsanto seine gentechnisch veränderten Pflanzen nicht unter Kontrolle hat", kritisierte die Molekularbiologin Sima. ****

Und es sei fahrlässig, derartige Produkte auf den Markt zu bringen. "Minister Molterer muss schleunigst prüfen lassen, ob diese unbekannten DNA-Sequenzen auch bei österreichischen Gensoja-Importen zu finden sind", forderte Sima. Wenn dies zutreffe, müsse Molterer sofort ein Importverbot über dieses Roundupready-Soja verhängen, denn die Folgen für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt seien nicht abzusehen. Die SPÖ-Politikerin wies darauf hin, dass ca. zwei Drittel aller Futtermittel in Österreich Gensoja enthalten. Und Österreich importiert einen Großteil seiner Futtermittel über Deutschland.

"Es fällt uns jetzt auf dem Kopf, dass sich Molterer seit Jahren weigert, Gensoja zu kennzeichnen. Die Bauern kommen dabei unschuldig zum Handkuss," unterstrich Sima, "denn sie wissen in den meisten Fällen gar nicht, was sie verfüttern. Molterer soll nun angesichts dieser Affäre sofort eine überfällige Kennzeichnung bei Produkten mit Gensoja veranlassen", schloss die SPÖ-Umweltsprecherin. (Schluss) ns

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