Vladyka: Postämter: das Weinviertel ist keine Experimentieranstalt für Neustrukturierungen

Flächendeckende Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit Postdienstleistungen muss gesichert bleiben

St. Pölten, (SPI) - Seitdem die Schließung zahlreicher Postämter in Österreich fixierst scheint, geht wieder das Schreckgespenst eines langsamen, aber sicheren Sterbens des ländlichen Siedlungsraumes um. Begonnen werden soll mit den ‚Strukturierungsmaßnahmen‘ zunächst in zwei Regionen Österreichs: im Salzburgischen Pinzgau sowie im Niederösterreichischen Weinviertel. Dementsprechend verärgert zeigt sich die SP-LAbg. Christa Vladyka: "Nach Kürzungen im Bereich des Nahverkehrs und drohenden Schließungen von Gendarmerieposten steht nun eine weitere wichtige Institution vor dem ‚Aus‘: das Postamt für die örtliche Gemeinde. Dass diese Entwicklungen die ländlichen Regionen ausdünnen, wenn nicht sogar aushungern, will diese Bundesregierung offensichtlich nicht erkennen. Der allgemeine Sieldungstrend führt bereits jetzt schon weg vom Land, wie die Auswertungen der jüngsten Volkszählungen belegen. Diese negative Entwicklung darf man nicht noch zusätzlich forcieren."****

Vor entsprechenden Verhandlungen müssen zuerst einmal alle Karten auf den Tisch gelegt werden. Die Post sollte zuallererst eine umfassende Strukturanalyse sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellen, bevor man willfährig irgendwo beginnt, versuchsweise die Schließung von Postämtern am ‚Grünen Tisch‘ zu vollziehen. "Das Weinviertel ist keine Experimentieranstalt für Neustrukturierungen der Post, dafür ist es uns zu wertvoll", so LAbg. Christa Vladyka. Zudem muss es eine Versorgungsgarantie bei Ersatzlösungen geben. "Eine flächendeckende Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit Postdienstleistungen darf unter keinen Umständen gefährdet werden. Wer übernimmt den die Garantie dafür, dass ein Nahversorger bei reduzierten Spannen auch in Zukunft seinen ‚Post-Geschäftszweig‘ aufrecht erhält", so die SP-Mandatarien abschließend.
(Schluss) rs

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