Kuntzl: Senkung der Zuwanderungsquote ist völlig falscher Weg

Langfristiger wirtschaftlicher Schaden für Österreich zu befürchten

Wien (SK) "Die blau-schwarze Koalition betreibt nur populistische Politik, die Österreich langfristig wirtschaftlichen Schaden zufügen wird", reagierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl auf die heute im Ministerrat beschlossene Senkung der Zuwanderungsquote. Da es in Zukunft zu einem "dramatischen Anstieg des Bedarfs an Fachkräften" kommen werde - gemäß WIFO-Prognose würden im Jahr 2005 165.000 Fachkräfte in Österreich fehlen - sei ein Absenken der Zuwanderungsquote der "völlig falsche Weg", betonte Kuntzl. "Andere Länder haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt und Österreich, was die Attraktivität für ausländische Fachkräfte betrifft, schon längst überholt", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Diese Regierung ist in keinem Bereich willens, den Fachkräftemangel zu beseitigen, sondern errichtet zudem noch neue Barrieren in der Ausbildung", verwies Kuntzl auf die Einführung von Studiengebühren sowie auf fehlende Ausbildungsplätze an den HTLs im IT-Bereich sowie eine mangelnde Förderung der Lehrlingsausbildung. Mit der Einführung des Kindergelds würden dem Arbeitsmarkt weitere Arbeitskräfte -vorwiegend Frauen - entzogen, anstatt dass die Regierung mit der zusätzlichen Schaffung von Kindergartenplätzen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sorge.

"Dass die ÖVP nun ihre in dieser Frage ehemals liberale Haltung zugunsten der populistischen FPÖ und des Machterhalts um jeden Preis geopfert hat, werden Österreich und seine Wirtschaft einigen Jahren zu bezahlen haben", schloss Kuntzl. (Schluss) hm

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