Wirtschaftskammer begrüßt Neuregelung der Zuwanderungsquote

Mitterlehner: "Flexible, transparente und unbürokratische Lösung"

Wien(PWK569) Die Wirtschaftskammer Österreich sieht in den heute, Montag, im Ministerrat festgelegten Zuwanderungsbestimmungen eine akzeptable und durchwegs verbesserte Lösung. "Die von der Bundesregierung beschlossene Zuwandererquote ist angesichts der konjunkturellen Lage und der Emotionen und Erwartungen in der Bevölkerung eine vernünftige, bedarfsorientierte und unbürokratische Neuregelung", kommentiert WKÖ-Generalsekretärstellvertreter, Reinhold Mitterlehner. "In verschiedenen Bereichen wurden, wie von der Wirtschaft gefordert, mehr Flexibilität erreicht und eine bessere branchenspezifische und regionale Feinabstimmung ermöglicht."

Die Zuwandererquote sei für wirtschaftliche Fachkräfte in Summe ungefähr gleichgeblieben, die Anzahl der Schlüsselkräfte habe sich de facto auf 2.400 verdoppelt, erklärt Mitterlehner. "In der Niederlassungsverordnung wird es ab 2002 nämlich keine getrennten Quoten für Führungs- und Spezialkräfte sowie sonstige Erwerbstätige mehr geben. Beide Quoten fallen nun unter den Begriff 'Schlüsselkräfte', womit auch die selbständig Erwerbstätigen dieser Kategorie angehören. Endlich gibt es eindeutige Kriterien zur Definition von Schlüsselkräften, womit mehr Transparenz bei Erteilung der Beschäftigungsbewilligung zu erwarten ist." Das Erfordernis der gesamtwirtschaftlichen Interessen, Haupthindernis bei den Bewilligungen, wird es nicht mehr geben.

Mitterlehner streicht auch den von der WKÖ geforderten und nun ermöglichten Abschluss regionaler, zeitlich befristeter Beschäftigungsabkommen mit unseren EU-Erweiterungsnachbarn positiv heraus. "Denn dadurch steigt die regionale und branchenmäßigen Flexibilität für unsere Unternehmer erheblich." In den bilateralen Abkommen werden jährlich Kontingente für Schlüsselkräfte und Pendler festgelegt, die nicht auf die Zuwanderungsquote angerechnet werden.

"Mehr Handlungsspielraum gibt es durch die Neuregelung auch bei den Saisoniers", betont Mitterlehner. In Zukunft wird die Beschäftigung von Saisoniers - bislang nur im Tourismus und in Land- und Forstwirtschaft möglich - auf jene Branchen ausgeweitet, die unter Fachkräftemangel leiden. Die Beschäftigungsdauer erhöht sich von sechs Monaten durch eine einmalige Verlängerung um weitere sechs Monate auf ein Jahr.

Und nicht zuletzt wird die verfahrensmäßige Vereinfachung von der Wirtschaft begrüßt, die sich bei der Zulassung von Schlüsselkräften auf eine Behörde und eine einzige Bewilligung reduziert. "Mit einem unbürokratischen one-stop-shop sollten die Verfahren für die Unternehmen kürzer und der Hürdenlauf zwischen AMS, Botschaft und Bezirksverwaltungsbehörde der Vergangenheit angehören", freut sich Mitterlehner. Generell werde den Unternehmen mit der neuen Zuwanderungsregelung der Zugriff auf Arbeitskräfte erleichtert und somit die Möglichkeit Aufträge im Inland zu behalten erhöht. (Ne)

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