Untragbare Erhöhung der Posttarife bedroht unsere Hilfsorganisationen

Interessensvertretung IÖGV fordert Bundesregierung zum Handeln auf

Wien (OTS) - Die bevorstehende Verteuerung der Postzeitungstarife würde die heimischen Hilfseinrichtungen bis ins Mark treffen und könne somit nicht hingenommen werden, so die IÖGV, die Interessensvertretung österreichischer gemeinnütziger Vereine, heute in einer Aussendung.

Bereits im Vorjahr waren vor allem die Hilfsorganisationen vom Postgesetz des 27. April 2000 betroffen: Die Erhöhung der Mindestauflage von 300 auf 1.000 Stück führte dazu, dass die Anzahl der Zeitungstitel von 8.700 im Jahr 2000 auf 3.500 im heurigen Jahr gesunken ist. Davon betroffen sind zum größten Teil gemeinnützige Einrichtungen, denen damit ein wichtiges Medium zur Informations- und Bewusstseinsarbeit entzogen wurde. Dies alles geht nicht zuletzt zu Lasten der gerade in Österreich so wichtigen demokratischen Vielfalt und Meinungsfreiheit.

Deshalb fordert die IÖGV die Regierung auf, zunächst für das kommende Jahr Bundesmittel zur Verfügung zu stellen, um die drastischen Belastungen für Hilfsorganisationen abzufedern. Weiters sind alle betroffenen gemeinnützigen Einrichtungen in die Beratungen zu einer Presseförderung NEU einzubinden, und zwar mit dem Ziel, im Rahmen einer künftigen Vertriebsförderung gleichberechtigt mit den Medien berücksichtigt zu werden. Spätestens ab

1. Jänner 2003 ist nämlich mit einer weiteren, massiven Verteuerung der Zeitungstarife zu rechnen, womit die jetzigen Versandkosten bis dahin vervierfacht (!) würden.

"Falls sich die Bundesregierung aus ihrer finanziellen Verantwortung für die unverzichtbare Arbeit der heimischen Hilfsorganisationen stiehlt, wird es in absehbarer Zeit eine Vielzahl gemeinnütziger Leistungen für sozial benachteiligte Menschen nicht mehr geben", appelliert IÖGV-Sprecher Attila Cerman an die verantwortlichen Politiker/innen.

Ein Offener Brief an die Bundesregierung zu diesem Thema ist unter der OTS0062 vom 10.8.2001 abrufbar.

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Attila Cerman
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