Wirtschaft: Zunahme des Verkehrs zwischen Österreich und den Nachbarstaaten nahezu unabhängig von EU-Beitritt

Das Verkehrsaufkommen mit unseren östlichen Nachbarstaaten ist zahlenmäßig gering

Wien(PWK568) Gegen Horrormeldungen und Fehlinterpretationen zur neuesten WIFO-Studie zum steigenden Verkehrsaufkommen zwischen Österreich einerseits und den Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien andererseits wendet sich Roderich Regler, Leiter der Abteilung für Verkehrspolitik der Wirtschaftskammer Österreich. "Wie die Studie feststellt, erfolgt der Verkehrszuwachs mit unseren Nachbarländern durch die erfreulich steigende Wirtschaftskraft dieser Staaten, was weitgehend unabhängig vom EU-Beitritt ist. Schon die derzeit geltenden Europa-Abkommen bringen für den Handel der EU mit diesen Staaten erhebliche Vorteile, begünstigen die wirtschaftliche Verflechtung und führen zu umfangreichen Investitionen österreichischer Betriebe in Joint-Ventures in den Nachbarländern. Es ist somit völlig falsch, vor einer Verkehrslawine im Falle der EU-Erweiterung zu warnen," unterstreicht Regler.

Die WIFO-Studie prognostiziert für Österreich, dass im Jahr 2015 im internationalen Güteraustausch einschließlich des Transitverkehrs mit den fünf angeführten Staaten rund
35 Mio. Tonnen Güter auf der Straße, 26 Mio. Tonnen auf der Schiene und 4,5 Mio. Tonnen auf der Donau befördert werden. Dabei ist auch eine starke Steigerung des Bahntransportes von 15 Millionen Tonnen auf 26 Millionen Tonnen zu erwarten. "Es erfolgt somit keine Verlagerung von der Schiene auf die Straße, sondern es werden im internationalen Warenaustausch einfach mehr straßenaffine Güter zu transportieren sein," betont Roderich Regler.

Im Jahr 1999 wurden auf allen dreizehn für den Lkw-Verkehr geöffneten Grenzübergängen zwischen Österreich einerseits und Tschechien, der Slowakei und Ungarn andererseits zusammen 5.983 Lkw pro Tag gezählt. "Es kann also keine Rede davon sein, dass Österreich durch den Lkw-Verkehr aus dem Osten überrollt wird", stellt Regler fest. So betont ja die WIFO-Studie, dass der Anteil des gesamten Güterverkehrsaufkommens mit den fünf genannten Beitrittskandidatenländern am Straßenverkehr in Österreich auch im Jahr 2015 noch unter 7 % liegen wird. (Ne)

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