Leitl: Ausbau der Verkehrsnetze zu unseren EU-Erweiterungs-Nachbarn dringend notwendig

Höchste Priorität haben die Verlängerung der Mühlkreisautobahn, die Nordautobahn, die Spange Parndorf-Kittsee und die Wiener Südrand-Bundesstraße

Wien(PWK566) Zur Bewältigung des Verkehrsaufkommens zwischen Österreich und den Beitrittskandidaten-Ländern ist ein Ausbau der grenzüberschreitenden, aber auch der innerösterreichischen Verkehrsinfrastruktur unerlässlich. "Die Handelsverbindungen mit unseren mittel- und osteuropäischen Nachbarländern und die Reisetätigkeit nehmen zu. Auch die verstärkte Pendlerbewegung, die durch die EU-Beitritte in wenigen Jahren erwartet wird, ist ein Faktor, den wir bei der Infrastrukturplanung unseres Landes schon jetzt ins Kalkül ziehen müssen. Die WKÖ fordert daher den raschen Ausbau der wichtigsten neuralgischen Verkehrsverbindungen", erklärt der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl.

Als Ausbaumaßnahmen mit höchster Priorität nennt Leitl die Verlängerung der Mühlkreisautobahn A7 von Gallneukirchen über Freistadt nach Wolluwitz, die Nordautobahn Wien-Brünn, die Autobahnverbindung Parndorf-Kittsee-Bratislava sowie eine hochrangige Straßenverbindung von Ilz nach Heiligenkreuz. Verbessert gehören auch die Verbindungen vom Knoten Eisenstadt nach Klingenbach sowie von Völkermarkt nach Dravograd.

Neben dem Straßennetz gilt es auch das Potential der Schienen- und Binnenschifffahrtsverbindungen in Österreich optimal auszunützen und auszubauen, macht Leitl aufmerksam. So können der Ausbau der Bahnstrecke Linz-Summerau-Budweis und eine Elektrifizierung der Strecke Gmünd-Budweis den Straßenverkehr in Richtung Tschechischer Republik entlasten. Verbesserungen sind auch bei der Bahnverbindung nach Bratislava - insbesondere unter Einbindung des Flughafens Wien-Schwechat - erstrebenswert.

Die Verkehrsdrehscheibe Wien ist von dem laut EU um 50 Prozent zunehmenden Verkehrsaufkommen bis 2010 besonders betroffen. "Wien benötigt eine optimale Kombination aller Verkehrsmittel. Um vor allem die Südost-Tangente zu entlasten, ist der rasche Bau der Wiener Südrand-Bundesstraße B301 zwischen dem Knoten Vösendorf und dem Knoten Schwechat der Ostautobahn sicher die wichtigste Maßnahme", zeigt sich Leitl überzeugt. Damit wird der aus Westen kommende Transitverkehr, der in den Osten weiterfahren möchte, am Wiener Stadtgebiet vorbeigeführt. Eine Fertigstellung dieses Projekts müsste spätestens bis 2004 erfolgen. "Von großer Bedeutung ist auch die Errichtung einer Donaubrücke im Bereich Alberner Hafen-Ölhafen Lobau", regt Leitl an. Die Brücke sollte als Verlängerung der B301 von der Anschlussstelle Schwechat der Ostautobahn A4 über die Donau zur Raffineriestraße führen. "Zugleich müsste die Donauuferautobahn A22 vom Knoten Kaisermühlen bis zum Ölhafen Lobau verlängert werden, sodass die B301 vom Knoten Vösendorf über den Knoten Schwechat bis hin zum Knoten Kaisermühlen führt", schlägt Leitl die vollwertige Umfahrungsmöglichkeit der Wiener Südosttangente A23 vor. (Ne)

Rückfragen & Kontakt:

DI Roderich Regler
Verkehrspolitische Abteilung
Tel.: (01) 50105-4000
email: roderich.regler@wko.at

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK