Blitzschutz

Wien (OTS) - Wenn sich schwarze Gewitterwolken drohend am Himmel türmen, dann ist es höchste Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Mehr als 200.000 Blitze sind im vergangenen Jahr über Österreich niedergegangen. Ihre Gewalt darf nicht unterschätzt werden. "30.000 Grad Hitze und 200.000 Ampere sind mehr als genug, um einen Menschen zu töten", sagt Dr. Susanne Schunder-Tatzber vom Österreichischen Roten Kreuz.

Etwa 20 bis 30 Prozent aller Getroffenen sterben nach einem Blitzschlag. Direkte Treffer sind sehr selten. Gefahr droht vor allem durch den Kontakt mit Gegenständen, die vom Blitz getroffen werden. Das Überspringen des Blitzes ist aber nicht nur von Objekten, sondern auch von Mensch zu Mensch möglich.
Schunder-Tatzber: "Nach einem Blitzschlag sind meist nur Verbrennungen auf der Haut zu erkennen. An der Kleidung sind aber deutliche Spuren zu sehen. Mehr als die Hälfte der Opfer klagt über Hörschäden. Als Folge eines Blitzschlags drohen Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kreislaufstillstand und Schock. Es müssen daher sofort die lebenswichtigen Funktionen überprüft und rasch Erste Hilfe Maßnahmen durchgeführt werden."
Vom sprichwörtlichen Blitz aus heiterem Himmel getroffen zu werden, ist eher unwahrscheinlich. Die Wettervorhersage hilft aber, das Gewitterrisiko abzuschätzen. Sind Gewitter angekündigt, sollten Gebäude aufgesucht werden.
Schunder-Tatzber: "Den besten Schutz bieten Gebäude mit Blitzschutzanlagen, Stahlskelettbauten oder Fahrzeuge. Auch Metallschiffe und Seilbahngondeln sind sicher. In Gebäuden ohne Blitzschutz sollte man sich in der Raummitte aufhalten. Die Blitze schlagen über. Das heißt, die Nähe von Leitungsrohren, elektrischen Einrichtungen, Liftstützen, Pfeilern, einzeln stehenden Bäumen, Metallzäunen, Türmen oder Berggipfeln sollte gemieden werden. Halten Sie davon mindestens drei Meter Abstand. Gruppen sollten sich trennen, die einzelnen Personen nicht nahe beieinander stehen." Keinen Schutz bieten Motorräder oder Fahrräder. Wer beim Radfahren vom Gewitter überrascht wird, sollte das Rad besser in einiger Entfernung von sich selbst abstellen. Auch Schwimmen oder Drachensteigen sind Tätigkeiten, die man bei heraufziehenden Gewittern besser unterlassen sollte.

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