Motz: Postämter: Das Weinviertel ist uns als ,Versuchskaninchen" zu schade

Keine Verhandlungen ohne umfassendes Gesamtkonzept und Ersatzlösungsstrategie; Post-AG muss Strukturanalyse und Wirtschaftlichkeitsrechnung vorlegen; keine Lösung ohne Zustimmung der Belegschaft

St. Pölten, (SPI) - "Als ‚Versuchskaninchen‘ ist uns das Weinviertel wirklich zu schade. Ohne ein umfassendes Gesamtkonzept und eine entsprechend fundierte Ersatzlösungsstrategie sind die angekündigten Gespräche der Post AG mit den Gemeinden und Regionen nichts weiter als eine Alibihandlung. Die Post muss zu allererst einmal eine Strukturanalyse und Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorlegen, Lösungen ohne die Zustimmung der Belegschaftsvertreter werden die NÖ Sozialdemokraten sicher nicht billigen. Das Service und die Versorgung für die Bevölkerung dürfen keinesfalls verschlechtert werden", so der Weinviertler SP-LAbg. Mag. Wolfgang Motz zur ‚Versuchsregion Weinviertel‘ im Rahmen der Post-Neustrukturierung.****

"Die immer wieder als Pilotversuche ins Treffen geführten Ersatzlösungen - Übernahme von Postdienstleistungen durch lokale Geschäfte - können derzeit nur als Argumentationshilfen der Post für das zurückzuweisende, massive Schließungskonzept gesehen werden. Weder gibt es ein flächendeckendes Ersatzlösungskonzept, noch gibt es eine generelle Vereinbarung mit der Wirtschaft. Ebenso ist nicht klar, wie lange derartige Ersatzlösungen bestehen bleiben. "Es darf nicht sein, dass sich vielleicht nach wenigen Monaten oder Jahren so mancher Nahversorger wieder vom ‚Post-Geschäftszweig‘ verabschiedet, weil die Post die entsprechenden Abgeltungen senkt, die Spannen reduziert oder selbst kein Interesse mehr hat, derartige Ersatzlösungen zuzulassen. Ebenso merkwürdig sind Angaben über die Ausdehnung des Service der Postzusteller - Hausbesuche, Dienstleistungen beim Bürger, Verkauf von Zusatzleistungen - die ja voraussetzen, dass im Haushalt überhaupt wer anwesend ist", so der SP-Mandatar .

"Zuerst sperrt man uns die Gendarmerieposten zu, dann stellt man die Nebenbahnen ein, nun will man gleich dutzendweise Postämter schließen. Mit der Ausdünnung der Infrastruktur in den ländlichen Regionen und damit mit dem Verlust an Lebensqualität muss endlich Schluss sein", so Motz.
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