Österreichische Bundesforste AG: Zufriedenstellende Bilanz 2000 trotz schwieriger Umstände - BILD (web)

Wien (OTS) - Die Österreichische Bundesforste AG (ÖBf AG) hat heute in Wien ihre Bilanz für das Jahr 2000 präsentiert. Trotz des Holzpreisverfalls Ende 1999 haben die Bundesforste ein zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaftet mit einem Jahresüberschuss von 144 Mio. S und einem Gesamtumsatz von 1,860 Mrd. S. Für das laufende Geschäftsjahr kündigten die ÖBf-Vorstände Georg Erlacher und Thomas Uher die weitere Stärkung des Geschäftsbereiches Immobilien und eine Ausweitung der internationalen Consulting-Tätigkeiten an. Als Budgetbeitrag werden die Bundesforste in diesem Jahr 11 Seen in Kärnten und Oberösterreich erwerben. Die Finanzierung erfolgt über verstärkte Grundverkäufe.

Umsatzrückgang im Holzgeschäft abgefedert

Der Preisverfall für Holz nach der Windwurfkatastrophe zum Jahreswechsek 1999/2000 hat sich im Kerngeschäft der ÖBf AG deutlich ausgewirkt. Dass es bei diesen schwierigen Marktbedingungen dennoch gelungen ist, ein EGT vor Fruchtgenussentgelt von 216 Mio. S (1999:
377 Mio. S) und einen Jahresüberschuss von 144 Mio. S (1999: 340 Mio.) zu erzielen, ist unter anderem auf den Ausbau der Consulting Aktivitäten und die Stärkung des Geschäftsbereiches Immobilien zurückzuführen. Zusätzlich haben die Bundesforste den Holzeinschlag angesichts der niedrigen Preise deutlich reduziert. Vorstand Thomas Uher: "Durch die rasche Rücknahme des Einschlages ist uns ein Beitrag zur Stabilisierung des Holzpreises gelungen. Die angesparten Holzreserven werden wir in den kommenden Jahren zu guten Preisen verkaufen." Das Geschäftsergebnis 2000 ist für Vorstand Georg Erlacher der Beweis, dass " die Bundesforste nach der Ausgliederung 1997 zu einem krisentauglichen und marktfähigen Unternehmen geworden sind."

An die Republik Österreich als Eigentümerin wurden für das Jahr 2000 172 Mio. S abgeführt, davon 72 Mio. S (1999: 126 Mio. S) als Fruchtgenussentgelt (= 50% des Jahresüberschusses) und 100 Mio. S als Dividende (1999: 40 Mio. S).

2001: Erwerb von Seen und verstärkte Grundverkäufe

Im laufenden Geschäftsjahr setzen die Bundesforste wesentliche Schritte für die künftige Unternehmensentwicklung: neben dem Neubau der Unternehmenszentrale in Purkersdorf sind das vor allem der Kauf von 11 Seen in Kärnten und Oberösterreich und die weitere Flächenkonsolidierung. Der Erwerb der Seen wird durch den verstärkten Verkauf von Grundstücken finanziert. Vorgegangen wird dabei nach einer Liste, die ca. 25.000 ha zum Verkauf geeigneter Grundstücke in allen Bundesländern umfasst. Dies stellt einen Anteil von knapp 3% der ÖBf-Gesamtfläche dar. Dazu ÖBf-Vorstand Thomas Uher: "Verkäufe in dieser Größenordnung gefährden das Unternehmen in keiner Weise. Schließlich hat der Besitzstand der Bundesforste in den letzten Jahren vor allem durch Zukäufe um rund 30.000 ha zugenommen." Sobald die notwendigen Mittel für den Ankauf der Seen lukriert sind, wird mit Grundstücksverkäufen aufgehört. Alle Grundverkäufe entsprechen jedenfalls dem Ziel der Grundverkehrsstrategie, die Flächen der Bundesforste zu arrondieren.

"Zum Kauf angeboten werden vor allem Randlagen, Streubesitz, landwirtschaftliche Flächen und für uns wirtschaftlich unbedeutende Grundstücke. Ausgeschlossen vom Verkauf sind Seen und Seeufer, Gletscherflächen, Nationalparks, Flächen mit strategischen Wasserressourcen oder besondere Naturschönheiten", erläutert Vorstand Georg Erlacher.

Verbesserung der Geschäftsergebnisse erwartet

Für 2001 wird trotz der schwierigen Holzmarktlage eine Verbesserung der Geschäftsergebnisse erwartet. Zum prognostizierten EGT von 196 Mio. S. sollen unter anderem die Verbesserung der Produktionskette und weitere Großabnehmerverträge beitragen. Vorstand Georg Erlacher: "In unserem Kerngeschäft Forstwirtschaft und Holzproduktion forcieren wir die Optimierung unserer Produktionskette und die weitere Verbesserung der Logistikplanung."

Mit der Beteiligung an der Franz Mayr-Melnhof Säge- und Hobelwerke GmbH wurde bereits im letzten Jahr ein wichtiger Schritt zur Festigung und Absicherung langfristiger Abnahmeverträge gesetzt. Ziel ist es nun, auch mit anderen Schlüsselkunden langfristige Liefer- und Bezugverträge abzuschließen.

Die positive Entwicklung des Geschäftsbereiches Immobilien sowie bei Consulting und Forsttechnik soll ebenfalls fortgesetzt werden, wie Thomas Uher abschließend erklärt: "Wir sind dabei, ein Rohstoffkataster zu erstellen und glauben, durch ein innovatives Immobilien-Managementmodell die Einnahmen weiter steigern zu können. Beim Consulting ist uns eine gute Marktpositionierung gelungen als Experten für Change-Management im Forstbereich."

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