Österreichische Post AG: Reorganisationsschritte werden gesetzt

Wien (OTS) - -Geschäftsstellenkonzept wird umgesetzt -Businessoffensive in Ost- und Südosteuropa
- "Distribution Neu" kann beginnen
-Divisionale Organisationsstruktur kommt
Neues Geschäftsstellenkonzept Filialnetz genehmigt =

Der Aufsichtsrat der Österreichischen Post AG hat am
Dienstag, 7. August 2001 das vorgelegte Geschäftsstellenkonzept Filialnetz genehmigt.

Zielsetzung des Konzeptes ist das Erreichen einer nachhaltigen Wirtschaftlichkeit für das gesamte Filialnetz der Österreichischen Post AG von derzeit etwa 2.300 Postämtern, unter Berücksichtigung der Erreichbarkeit und Einwohnerzahl.

4-Säulenmodell: Post-Box, Post.at, Post-Partner und

Post-Servicestellen
Mehr Service und verstärkte Orientierung an Kundenbedürfnissen

Im Mittelpunkt des Geschäftsstellenkonzeptes stehen die Erweiterung des Serviceangebots (Neue Produkte und Erweiterung des Sortiments, SB-Automaten, surf- und e-points, etc.) und die verstärkte Orientierung an Kundenbedürfnissen, besonders durch die erst vor kurzem - in Form eines Pilotversuches - vorgestellten neuen Filialtypen "Post-Box", "Post.at" und "Post-Partner".

Positive Ergebnisse nur durch Zusammenlegung von Standorten

möglich

Die bisherige Struktur des Filialnetzes war problematisch, da das Netz historisch gewachsen ist und gegenwärtigen Kundenanforderungen aufgrund einer mittlerweile veränderten Bevölkerungsstruktur vielfach nicht mehr entsprechen kann. Auf Basis aktueller Markterhebungen ergeben sich folgende Anforderungen der Kunden: Attraktive Standorte, erweitertes Produkt- und Serviceangebot, mehr Kundennähe und höhere Flexibilität.

Zur Zielerreichung dieser Anforderungen ist eine einmalige Zusammenlegung von Standorten als Basis für ein neues, offensives Geschäftsstellenkonzept notwendig. Zu dieser Vorgehensweise gibt es keine Alternative, da an Standorten mit geringer Nachfrage und Kaufkraft keine ausreichende Erhöhung der Produktivität möglich ist.

Flächendeckende Versorgung bleibt in jedem Fall gewährleistet

Unverzichtbarer Teil des Geschäftsstellenkonzeptes ist die Aufrechterhaltung der flächendeckenden Versorgung mit Postdienstleistungen. Neben dem Betriebstyp "Post-Partner", bei dem Nahversorgungsbetriebe Postdienstleistungen anbieten, dient auch die Landzustellung (der Zusteller bietet in ländlichen Regionen über die Brief- und Paketzustellung hinaus weitere Postdienstleistungen an) als geeignete Möglichkeit, eine flächendeckende Versorgung zu garantieren.

Auch nach der Umsetzung des Geschäftsstellenkonzeptes wird die Zahl der Postämter, gemessen an der Einwohnerzahl im europäischen Durchschnitt liegen.

Kommen in Österreich zur Zeit etwa 3.500 Einwohner pro Postamt, sind dies in Dänemark und Frankreich etwa 4.000, in Deutschland und Belgien etwa 7.000 Einwohner pro Postamt.

Der Vorstand der Österreichischen Post AG rechnet mit einer Einsparung von mehr als ATS 150 Mio (EUR 11 Mio) im Jahr 2002 und weiteren ATS 150 Mio (EUR 11 Mio) im Jahr 2003.

Rücksichtnahme auf regionale Besonderheiten - Dialog mit der

Bevölkerung

Die Österreichische Post AG wird in "Regionalkonferenzen" den Dialog mit Bürgermeistern, Gemeindevertretern und Interessensgruppen suchen, um mit den von Änderungen durch Strukturanpassungen Betroffenen über Zeitrahmen und Form der Umsetzung bzw. Alternativen zu diskutieren. Die Österreichische Post AG hat vorerst zwei repräsentative Regionen - Pinzgau und Weinviertel - ausgewählt, in denen die Zweckmäßigkeit dieses Vorgehens für ganz Österreich getestet wird. Bis zum Jahresende werden Gespräche mit allen Regionalkonferenzen in Österreich stattfinden.

Die Umsetzung des Geschäftsstellkonzeptes ist unter Berücksichtigung der Universaldienstverordnung, die vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie erlassen wird, bis Mitte des Jahres 2002 abgeschlossen.

Allen Kunden steht ab Mittwoch, 8. August 2001 in der Zeit von Montag bis Freitag 08.00 - 21.00 Uhr, bzw. Samstag von 08.00 - 13.00 Uhr unter der Telefonnummer 0800 212 212 eine kostenlose "Filialnetz-Hotline" für Fragen rund um das Geschäftsstellenkonzept zur Verfügung.

Österreichische Post AG startet Geschäftsoffensive

Ost- und Südosteuropa in Slowenien und in der Slowakei

Die Österreichische Post AG gründet eine eigene Paketgesellschaft in Slowenien.

Der Kurier-, Express- und Paketmarkt in Südosteuropa bietet besonders gute Voraussetzungen für einen Einstieg der Österreichischen Post AG in das internationale Geschäft.

Das Wachstumspotential des slowenischen KEP-Marktes ist im Vergleich zum westeuropäischen Raum deutlich höher, die Wettbewerbssituation hingegen noch weniger stark ausgeprägt.

Die Österreichische Post AG wird sich in der Aufbauphase auf den slowenischen Markt konzentrieren, mittelfristig ist jedoch die Anbindung an ein internationales Logistik-Netzwerk vorgesehen.

Vergleichbar gute Voraussetzungen bietet der KEP-Markt in der Slowakei, wo der Österreichischen Post AG vom Aufsichtsrat der Ankauf einer Paketgesellschaft genehmigt wurde.

"Distribution Neu" - Mit der Umsetzung der neuen Zustellorganisation kann begonnen werden

Das Zustellmodell "Distribution Neu" startet. In den Zustellstützpunkten werden durch eine Änderung der Aufbauorganisation folgende Schwerpunkte verwirklicht: Schlanke, direkte Führungsstruktur mit kleiner Führungsspanne, Einteilung eigenständiger Gruppen bzw. Teams und Festlegen einheitlicher Standards für Prozessabläufe, Verantwortungs- und Aufgabenzuteilungen. Eine eindeutige und klare Kostenzuordnung ermöglicht detaillierte und zuverlässige Produktivitätsvergleiche. Die Kosten für den "Overhead" können dadurch von derzeit etwa 9 - 10 Prozent, berechnet auf Basis der produktiven Arbeitszeit, auf sechs Prozent gesenkt werden. Nach der flächendeckenden Umsetzung belaufen sich die Nettoeinsparungen auf rechnerisch ca. eine halbe Milliarde Schilling pro Jahr.

Organisationsstruktur nach Geschäftsfeldern

Analog zu Markterfordernissen, Prozessanforderungen und legistischen Rahmenbedingungen wird die Struktur der Österreichischen Post AG künftig fünf Geschäftsfelder - Brief, Kurier-Express-Paket, Info-Mail mit und ohne Anschrift, Medienpost und Schalter-Filialnetz - aufweisen.

Diese "divisionale" Organisationsform ermöglicht eine gezielte, marktspezifische und flexible Steuerung mit klaren Ergebnisverantwortungen. Noch im heurigen Jahr 2001 werden die Detailstrukturen festgelegt und die Geschäftsfeldplanungen begonnen.

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Tel.: +43 (1) 515 51 - 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

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