Schasching fordert Infrastrukturmilliarde statt Schließung von Postämter

Wien (SK) Angesichts der drohenden Schließung von mehr als 200 Postämtern in Niederösterreich schlägt SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching Alarm: "Mit dem Postamt droht für viele Orte auch das letzte Stück Unabhängigkeit verloren zu gehen." Schasching fordert eine Infrastrukturmilliarde für strukturschwache Regionen. ****

"Die Gemeinden, die ihr Postamt behalten wollen, werden gegen die von der Generaldirektion angekündigten Einsparungen auftreten müssen," sagte Schasching. "Für viele Orte ist das Postamt der letzte Rest einer minimalen Infrastruktur. Mit einer Schließung geht viel mehr verloren, als 'nur' drei oder vier Arbeitsplätze: Langfristig wird die Bevölkerung dadurch noch stärker vom Land weggedrängt, die letzte Anlaufstelle für Post- und Geldgeschäfte wird damit aufgegeben. Das kann sicher nicht der Weisheit letzter Schluss sein." Die Sparpläne der Post seien dabei durchaus zu begrüßen, auch, dass nach Alternativmodellen zur Versorgung der Bevölkerung gesucht wird. Ob das aber in der Praxis ebenso gut funktioniert, wie am Papier, bezweifelt Beate Schasching.

Jammern, so die SPÖ-Abgeordnete, bringe für die Gemeinden mit Sicherheit nichts. Wer eine akzeptable Lösung für die Zukunft finden wolle, wird gemeinsam mit der Post alle Möglichkeiten für weitere Zusammenarbeit prüfen müssen. Bund und Länder sollten den Gemeinden dabei unter die Arme greifen. Schasching: "Für die Gemeinden wird es kaum leistbar sein, alleine finanzielle Schwerpunkte zu setzen, um die völlige Entwertung der ländlichen Infrastruktur zu verhindern. Da ist gerade in Niederösterreich das Land gefordert, besonders benachteiligte Regionen und Gemeinden bei der Erhaltung von Postämtern, Nahversorgung und öffentlichem Verkehr zu unterstützen. Die Zeit ist wirklich mehr als reif für eine "Infrastrukturmilliarde" für die Gemeinden." (Schluss) ns/sd

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