Madejski zu Tunnelsicherheit: Gleinalmtunnelkatastrophe bestätigt Sicherheitsbedenken der FPÖ zur Problematik des Lainzer Tunnels.

Einröhrige Tunnelanlagen - unabhängig ob Bahn oder Straße - sind gefährlich und riskant!

Wien, 09-08-2001 (fpd) - Mit Bestürzung und Betroffenheit nahm heute der freiheitliche Planungssprecher LAbg. GR Dr. Herbert Madejski Stellung zur jüngsten Tunnelkatastrophe im Gleinalmtunnel. Madejski kondolierte den betroffenen Familienangehörigen und beleuchtete in seiner Stellungnahme auch den sicherheitspolitischen Aspekt des jüngsten Tunnelunglücks.

"Selbst dem gutgläubigsten Fachmann müsse jetzt ein Licht aufgehen", so Madejski. "Nach den verheerenden Unfällen im Mont Blanc-Tunnel im März 1999, dem Feuerinferno im Tauern-Tunnel im Mai 99, dem Tunnelunglück in Seljestad/Norwegen im Juli 2000, sowie der Katastrophe in Kaprun ist offensichtlich geworden, dass ein Selbstrettungskonzept für die betroffenen Unfallopfer nur durch eine zweiröhrige Tunnelbauweise sinnvoll umgesetzt werden kann.

Für den Lainzer Tunnel ist der "Zug offensichtlich abgefahren"! Die Wiener Freiheitlichen, so Madejski, haben seit Jahren auf die Problematik der einröhrigen Bauweise hingewiesen und oftmals auch Alternativen und Vorschläge in die Diskussion eingebracht. Wenn also jetzt - nach 30 jähriger SPÖ-Herrschaft und einem leeren Verkehrsbudgettopf - eine Neuplanung für den Wildschweintunnel aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich ist, so deponieren wir jedoch unsere Bedenken und unseren Einspruch zu dieser Form des Lainzer Tunnels.

"Die Herrschaften in Wien, allen voran der Bürgermeister, der Planungsstadtrat und der sozialistische Parteigänger Perner als Brandschutzdirektor der Wiener Feuerwehr, aber auch der ehemalige SPÖ-Verkehrsminister Einem müssen sich darüber im klaren sein, dass durch ihr Beharren auf einer einröhrigen Tunnelvariante ein dokumentiertes Gefahrenpotential geschaffen wird, das im Ernstfall mit Sicherheit nicht dazu führen kann, dass sich jene Herrschaften aus der Verantwortung stehlen und meinen, sie hätten ja davon nichts gewusst.
Jetzt ist noch Zeit umzukehren", schloß Madejski!

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