EU-Richtlinie für Tiergärten

Genehmigungspflicht für Schönbrunn und Haus des Meeres

Wien, (OTS) Der Tiergarten Schönbrunn und das Haus des Meeres werden eine eigene Bewilligung als Zoo brauchen. Das sind die Konsequenzen aus einer EU-Richtlinie, die in Wien in landesgesetzlichen Bestimmungen umgesetzt werden muss - mit dem "Gesetz, mit dem das Wiener Tierschutz- und Tierhaltegesetz geändert wird". Rechtlich zuständig ist die MA 58, E-mail:
post@m58.magwien.gv.at .

Wer eines der in einer EU-Verordnung über den Schutz von Exemplaren wildlebender Tier- und Pflanzenarten ((EG) Nr. 338/97 (geändert durch Verordnung (EG) 2724/2000 ) genannten Wildtiere wenigstens sieben Tage im Jahr zur Schau stellt, ist sozusagen bereits ein Zoo - eine "dauerhafte Einrichtung, in welcher lebende Exemplare von zumindest einer Wildtierart im Sinne ... der Verordnung (EG) usw. ... gehalten werden". Und braucht damit eine entsprechende Bewilligung für den Zoo.****

Den Durchschnittsbürger wird’s kaum treffen, weil er gefährliche Wildtiere und die meisten wild lebenden Tiere, von zahlreichen Affenarten bis zu Koalas, in Wien ohnehin nicht halten darf - bzw. bestimmte Arten mit Bewilligung des Magistratischen Bezirksamts erlaubt sind (siehe Tierschutz- und Tierhalteverordnung in www.wien.at/ - genaue Internetadresse:
www.wien.at/mdva/wri/l2000200.htm ).

Doch bekanntlich gibt es in Wien jedenfalls zwei große Areale, in denen jede Menge auch exotischer bzw. gefährlicher oder gefährdeter Wildtiere und daher auch solche aus der EU-Liste zum Schutz wildlebender Tiere sehen sind, nämlich den Tiergarten Schönbrunn und das Haus des Meeres. Die beiden Zoos werden daher in den nächsten Jahren entsprechende Bewilligungen brauchen. Reptilienzoos, Safariparks und Vogelparks sind übrigens auch als Zoo anzusehen. Und wegen der wenigstens 7tägigen Zur-Schau-Stellung gilt die Zoo-Bewilligungspflicht auch für Wandermenagerien und Reptilienschauen - dafür aber nicht für Zirkusse und deren Tierschauen, denn die müssen schon nach dem Veranstaltungsgesetz bewilligt werden.

Der Gesetzesentwurf liegt bis 31. August in den Magistratischen Bezirksämtern Montag bis Freitag von 8. bis 15.30 Uhr, an Donnerstagen bis 17.30 Uhr, zur öffentlichen Einsicht auf. Zum Gesetzesentwurf können auch schriftliche Stellungnahmen abgegeben werden. Während der Auflage ist der Gesetzestext samt Erläuterungen auch im Internet unter www.wien.at/ zu finden.

o Wer sich als durchschnittlicher Internet-User auf

den EU-Seiten mit den EU-Richtlinien genauer beschäftigen und
die Namen der betroffenen Tiere nachlesen will ...braucht gute Lateinkenntnisse aus der Fauna, hohes Suchtalent nach den im
Text genannten Anhängen und die EU-Internet-Seite europa.eu.int/eur-lex/de/lif/dat/1997/de_397R0338.html ;
oder http:/ /europa.eu.int/
martapi/cgi/sga_doc?smartapi! elexapi!prod!CELEXnumdoc&lg=DE&numdoc=31997R0338&model=guichett#top letzte Änderung: http:/ /euro a.eu.int/eur-lex/de/lif/dat/2000/de_300R2724.html ... (Schluss) hrs

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