Herzog: Untätigkeit Schickers führt zu Hochhaus-Anarchie!

Hochhauskonzept auf Frühjahr hinausgeschoben - Schon bislang wurden Nachbarschaftsrechte mit Füßen getreten und der historische Stadtkern nicht geschützt

Wien, 2001-08-06 (fpd) - "Planungsstadtrat Schicker ist mit seiner Ankündigung, Regeln gegen den Wildwuchs an Hochhäusern erarbeiten zu wollen, schwer in Verzug. Anstelle dessen erklärt er dies zur Glaubensfrage. Damit ist der Hochhaus-Anarchie in Wien Tür und Tor geöffnet", kritisierte heute FPÖ-Stadtrat Johann Herzog. ****

Prinzipiell sei es ja erfreulich, daß Schicker die FPÖ-Forderung aufgegriffen habe, ein "Wiener Hochhausgebot" zu entwickeln. In einer Stadt mit historischem Kern sei es nun einmal unverträglich, nach dem Prinzip der Beliebigkeit bzw. auch Gewinnorientierung Hochhäuser hinzuklotzen. Paris oder Rom seien hier positive Beispiele für Städte, die ihren Innenstadtbereich hochhausfrei hielten. Interessant sei, daß auch eine überwiegende Mehrheit der Wienerinnen und Wiener klar dagegen sei, daß Wien weiter in den Himmel wachse.

Planungsstadtrat Schicker scheine dies jedoch wenig zu kümmern. Sein angekündigtes Hochhauskonzept sei auf das kommende Frühjahr vertagt worden, Bürgermitbeteiligung befinde sich nur im theoretischen Stadium. "Wer jedoch weiß, wie die SPÖ die Anliegen der Anrainer beim Hochhausbau Wien-Mitte ignoriert habe, muß damit rechnen, daß auch künftig nicht mitgesprochen werden darf, wenn im wirtschaftlichen Umfeld der SPÖ jemand ein Hochhaus errichten möchte", kritisierte Herzog.

Wien brauche dringend Regeln für den Hochhausbau, so der freiheitliche Stadtrat. Darauf sei insbesondere zu achten, daß der historische Kern keinen Schaden nehme. Mit dem Hochhausprojekt Wien-Mitte, 750 Meter vom Stephansplatz, werde dem Stadtbild ein irreversibler Schaden zugefügt. Zudem seien die Nachbarschaftsrechte beim Genehmigungsverfahren mit Füßen getreten worden. Der Umstand, daß die willkürliche Flächenwidmung höchstgerichtlich bekämpft werde, biete gegebenenfalls noch Hoffnung, daß von diesem Monsterprojekt Abstand genommen werde. Hier sei Schicker aufgerufen, seine Stimme auch für die betroffenen Anrainer sowie im Sinne unseres historisch gewachsenen Stadtkernes zu erheben, so Herzog. (Schluß) HV

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