FORMAT: Yline-Chef Werner Böhm beschuldigt IBM-Mitarbeiter des Insiderhandels

"Hatten bei IBM unsere treuesten Anleger"

Wien (OTS) - Im Krieg zwischen dem Internet-Dienstleister Yline
und dem Computerriesen IBM fliegen die Fetzen. Im am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT bezichtigt Böhm Mitarbeiter von IBM-Österreich jetzt sogar des Insiderhandels mit YLine-Aktien. Böhm wörtlich gegenüber FORMAT: "Wir hatten in der IBM-Zentrale einige unserer treuesten Anleger. Jedesmal, bevor wir weitere Kooperationen bekanntgegeben haben, wurde dort die Parole ausgegeben:
Jetzt noch schnell Yline-Aktien kaufen!"

Böhm schießt sich vor allem auf Walter Fuchs ein, der Bereichsleiter bei IBM-Österreich ist. FORMAT übermittelte er Unterlagen, denen zufolge Fuchs als Aktionär von YLine aufscheint. Fuchs wäre, so Böhm zu FORMAT, Verbindungsmann für die Kooperation zwischen Yline und IBM in Österreich gewesen. Die Ehefrau von Fuchs habe Anteile einer YLine-Tochter gehalten. "Scheinbar ist Fuchs die Sache zu heiß geworden, und er hat alles über seine Frau abgewickelt", wiederholt auch YLine-Sprecher Willi Berner FORMAT gegenüber die Insider-Vorwürfe.

Fuchs war zu keiner Stellungnahme bereit. Auf Anfrage von FORMAT hieß es bei IBM nur: "Wir kommentieren den privaten Aktienbesitz unserer Mitarbeiter nicht. Das regeln wir intern."

Außerdem fühlt sich Böhm, dessen Unternehmen sich in einer argen Schieflage befindet, von IBM über den Tisch gezogen. Er betont zwar, daß bei YLine derzeit keine Insolvenz bevorsteht, droht jedoch:
"Sollte IBM die offene Forderung über 14 Millionen Euro fällig stellen, gebe ich den Schlüssel ab und marschiere in die Riemergasse. Dann sieht IBM allerdings keinen Schilling mehr."

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