KPÖ protestiert gegen Verhaftung österreichischer Globalisierungsgegner

Vorwürfe klingen ziemlich absurd

Wien (OTS) - Am Sonntagabend wurden Mitglieder der "VolxTheater-Kulturkarawanne - No Border, No Nation", darunter 16 österreichische AktivistInnen, bei einer Verkehrskontrolle am Rande von Genua verhaftet. Michael Graber protestierte heute im Namen der KPÖ bei der italienischen Botschaft in Wien und forderte die Freilassung der Inhaftierten.

Michael Graber von der KPÖ, der selbst in Genua an der Demonstration teilgenommen hat: "Laut Polizeiangaben wurden im Bus der Österreicher Stadtpläne von Salzburg gefunden, außerdem seien "Taschenmesser, Stöcke, Schutzheleme, Gasmasken, zwei Funkgeräte und schwarze T-Shirts" sichergestellt worden. Gegenstände also, die die offiziellen Vorwürfe - Sachbeschädigung und Plünderung - wenig glaubhaft erscheinen lassen."

Graber meint weiters, dass "eine Nachfrage bei den österreichischen Polizeikräften genügen würde, um mitgeteilt zu bekommen, dass die AktivistInnen der "no border, no nation-Kampagne" mit künstlerischen Mitteln versuchen, rassistische Ausgrenzung der EU-Mitgliedsländer zu thematisieren und dazu jede Menge Theater-Requisiten mit sich führen. Und ein Stadtplan von Salzburg, auf dem Plätze angezeichnet sind, ist wohl auch kein Grund jemanden zu inhaftieren. Offenbar bestätigt die Inhaftierung nur einmal mehr, dass mit Einschüchterung und Repression auf Kritik geantwortet wird -wie auch die unter fadenscheinigungen Begründungen erfolgte Erstürmung des Pressezentrums des Genoa Social Forums am Sonntag belegt."

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