WKÖ begrüßt Vorschlag zu Beratungsverfahren für die Schulbahnwahl

Eignung und Neigung der Jugendlichen wichtiger als Modetrends

Wien(PWK533)"Gerade in den Ballungszentren in Großstädten drängen Jugendliche
vorwiegend in AHS-Schulen und wählen kaum mehr als Ersteinstieg eine Hauptschule. Das führt zu den bekannten negativen Auswirkungen wie nicht abgeschlossene Bildungsgänge durch hohe Dropout-Raten an AHS, zu meist vergeudeten Nachhilfekosten und zu diskriminierenden Klassenwiederholungen", stellt WIFI-Kurator Michael P. Walter zur aktuellen Diskussion um die AHS-Aufnahmeverfahren fest. Die Wirtschaft begrüßt in diesem Zusammenhang, dass sich alle Beteiligten mit der Wahl der richtigen Schullaufbahn intensiver und länger befassen sollen", so Walter.

Walter: "Für Jugendliche soll die Schulwahl nach den zwei Kriterien Eignung und Neigung erfolgen und nicht nach gängigen Modetrends. Wenn dafür geeignete Tests zur Verfügung stehen, sind sie ein zusätzliches Mittel im Reigen anderer Entscheidungsgrundlagen für die Eltern wie das Urteil der Pflichtschullehrer, Psychologen oder ihre eigenen Vorstellungen zur schulischen Laufbahn der Kinder."

Die Wahl des Besuches einer Hauptschule bietet sowohl die Möglichkeit, anschließend in eine Lehre einzusteigen oder aber zu einem späteren Zeitpunkt in eine zur Matura führenden Schule überzuwechseln. Zwei Drittel der Lehrlinge eines Jahrganges haben die polytechnische Schule oder die Hauptschule vor der Lehre absolviert und auf diesem Weg einen erfolgreichen Berufseinstieg geschafft. Gerade die Wirtschaft hat sich um einen abgekürzten Weg über die Lehre zur Matura mit der Berufsreifeprüfung bemüht, um die Durchlässigkeit und die Vielfalt der Bildungswege zu erweitern.

"Die Wirtschaft nimmt die Schul- und damit die Berufswahl ernst und hat in allen Landeskammern Beratungsstellen eingerichtet, die mit den Schulen zusammenarbeiten. Wir laden gerade Pflichtschullehrer ein, diese Einrichtung vermehrt zu nutzen, da sie Eignung und Neigung der Jugend rechtzeitig feststellen und damit zu einer wirtschaftsnahen Berufswahl beitragen können. Wenn mit dem Aufnahmeverfahren ein Beitrag zur Leistungstransparenz erbracht wird, stellt das für die Wirtschaft keinesfalls eine Hürde dar ", argumentiert der WIFI-Kurator. (pt)

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