ORF: Werber wollen Mitsprache

Fachverband Werbung und Marktkommunikation fühlt sich brüskiert: Seine Mitglieder bestreiten das halbe ORF-Budget, sollen aber weder im neuen ORF Stiftungsrat, noch im Publikumsbeirat mitreden dürfen.

Wien(PWK532) Die Ernennung der Vertreter in den im neuen ORF-Gesetz vorgesehenen Gremien stößt auf heftige Kritik der Kommunikationswirtschaft. "Wir hatten schon im bestehenden Kuratorium bzw. der Hörer- und Sehervertretung seit jeher nichts mitzureden", beklagt Fachverbandsvorsteher Walter Ruttinger, "in diesem Stil kann es nicht mehr weitergehen." Er verweist darauf, dass die Marktkommunikation in Österreich laut Berechnungen der Werbewissenschaftlichen Gesellschaft mit einem Volumen von über ATS 60 Mrd etwa 2% des BIP bestreitet. Die von ihm vertretenen 16.000 Mitgliedsbetriebe steuern mit über 5 Mrd Schilling heuer etwa die Hälfte des ORF-Budgets bei, aber sollen nicht einmal im 35-köpfigen Publikumsbeirat, der im September bestellt wird, vertreten sein; geschweige denn im Stiftungsrat.

"Das oft kolportierte Argument, die Werbewirtschaft gebe durch ihre Aufträge den Ausschlag, was im ORF gespielt wird, ist schon aus diesem Grund absurd", kritisiert Ruttinger. In der Praxis fühlen sich die Werbeagenturen oft als Bittsteller, die sich um knappe Werbezeiten anstellen müssen.

In diesem Umfeld der "Zuteilung" freier Werbezeiten stellen sich die Preise für Werbung im ORF entsprechend kostspielig dar und gehören bereits zu den teuersten der Welt, gemessen an der erzielten Hörer-bzw. Seherzahl. Im Zuge der österreichischen "Werbewirtschaftlichen Tagung" am 6. und 7. September im Villacher Congresscenter wird sich der Fachverband mit der Frage der Mitsprache beim ORF bzw. dessen Werbetarifgestaltung befassen. (MH)

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