Brosz: Amons Vorschlag bringt Gehrer in Argumentationsnotstand

Vorauseilender Gehorsam für Nulldefizit auf Rücken der Kinder

OTS (Wien) - "Bildungsministerin Gehrer ist offenbar um Schadensbegrenzung bemüht. VP-Bildungssprecher Amon hat seine Ministerin in ein ordentliches Schlamassel geführt, aus dem sich Gehrer nun mittels Beschwichtigung und Abschwächung herauszuwinden sucht", kommentiert Dieter Brosz, Bildungssprecher der Grünen, die Aussagen Gehrers zu den AHS-Aufnahmsprüfungen.

Amon begründete seinen Vorschlag in erster Linie mit dem angeblich sinkenden Niveau an den AHS durch den höheren Zugang von HauptschülerInnen. Dieses Argument entkräftet Geher selbst durch ihre Erläuterung, dass 52 Prozent der MaturantInnen ursprünglich aus Hauptschulen kämen. "Das kann ja wohl nicht als Argument für die Einführung von AHS-Aufnahmsprüfungen herangezogen werden", so Brosz, und weiter: "Offenbar ist das Niveau an Hauptschulen und an AHS nicht so unterschiedlich wie Amon glauben möchte. Diese Fakten sprechen eher für eine gemeinsame Schule aller 10- bis 15jährigen."

Nachdem namhafte Experten, vor allem auch Kinderpsychologen, dem 'Eliteaussiebvorschlag' von Amon eine vehemente Abfuhr erteilt haben, sucht Gehrer nach einer neuen Begründung. 'Aus pädagogischer und psychologischer Sicht spricht so ziemlich alles gegen eine AHS-Aufnahmsprüfung", so Brosz.

Der Hintergrund für Amons Vorschlag dürfte neben der Elitenbildung wohl auch der Versuch sein, in vorauseilendem Gehorsam das Nulldefizit zu retten, denn AHS-Plätze sind teuerer als Hauptschulplätze. "Das Goldene Kalb des Nulldefizits ist scheinbar das einzige, was für die Regierungsfraktionen noch zählt. Die Bildungschancen von Kindern müssen da zurückstehen, wie unsinnig es auch sein mag", so Brosz abschließend.

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