Glawischnig: Kritik an SP-Mega-Müllverbrennungsanlage

Warnung vor Überkapazitäten und Müllimporten

Wien (OTS) - "Aufgrund einer fehlenden übergeordneten Abfallwirtschaftsplanung ist in Ostösterreich in Zukunft mit Überkapazitäten im Verbrennungsbereich zu rechnen", übt die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, Kritik an den heute von der Wiener Umweltstadträtin Kossina (SP) präsentierten Plänen, in Wien eine neue Müllverbrennungsanlage (MVA) mit einer Kapazität von 450.000 Jahrestonnen zu bauen Diese Entscheidung ist vor dem Hintergrund mehrerer in Niederösterreich geplanter Verbrennungsanlagen massiv zu hinterfragen, so Glawischnig.

"Der von Kossina beförderte Trend in Richtung Müllverbrennung ist letztlich ein Weg der Geldverbrennung", kritisiert Glawischnig. Denn der Bau einer neuen MVA in Wien kostet drei bis vier Mrd. Schilling. Dieses Geld wäre im Müllvermeidungsbereich effizienter eingesetzt, so Glawischnig. Vermutlich fehlt den Plänen von Umweltstadträtin Kossina eine least-cost-analyse. Eine neue Wiener MVA könnte nämlich als stranded investement enden bzw. steigende Müllimporte aus dem benachbarten Ausland nach sich ziehen. Die Umweltstadträtin wäre gut beraten, sich mehr für echte Vermeidungsszenarien einzutreten.

"Der Bau einer derart überdimensionierten Anlage führt alle Müllvermeidungsstrategien ad absurdum. Diese Pläne sind ein verheerendes Signal für die österreichische Abfallpolitik", so Glawischnig. Die Umweltsprecherin fordert Kossina auf, die Entscheidung über eine neue MVA zu verschieben, bis Vermeidungsmaßnahmen greifen und klar ist welche Müllmengen in Wien künftig anfallen werden. "Das Kossina-Szenario geht von steigenden Müllmengen für die kommenden Jahre aus. Das ist sehr fragwürdig", so Glawischnig. Die angekündigte Schließung der MVA Flötzersteig ist aus Sicht der Grünen längst überfällig.

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