"Quartett"-Nobelviertel Hellmuth Karasek bestätigt in der nächsten Ausgabe des Wochenmagazins NEWS , dass das ,Literarische Quartett" am Ende ist.

Vorausmeldung zu NEWS 30/01 vom 26. 7. 2001

Wien (OTS) - Karasek auf die Frage, ob das "Quartett" im Dezember tatsächlich endet: "Ich habe mit Verständnis und großem Bedauern zur Kenntnis genommen und von Reich-Ranicki selber gehört, dass er Schluss machen möchte. Ich kann das gut verstehen, aber es ist immer schwer, wenn etwas zu Ende geht, was erfolgreich und schön war."

Das Finale der Sendung soll am 15. August im Verlauf einer Pressekonferenz in Hamburg bekannt gegeben werden.

Die drei noch anstehenden, letzten "Quartett"-Sendungen aus Salzburg (17. 8.), Wien (19. 10.) und Mainz (14. 12.) könnten zu den meistgesehenen in 13 Jahren "Quartett"-Geschichte werden.

Aus dem Umkreis des Senders erreichte NEWS die Meldung, dass der ZDF Marcel Reich-Ranicki eine neue, eigene Sendung noch unbekannten Formats anbieten will.

Karasek weiters über Sigrid Löfflers Rolle im "Quartett"und ihren Abgang im Vorjahr: "Löffler hatte in so einer eingespielten Familienserie für die Zuseher schon eine feste Funktion. Man kann gegen sie sagen, was man will: Sie war eine eigenwillige Person, die auch über Waffen verfügte, die für die Zuschauer nicht uninteressant sind. Das geht an die Nieren. Aber für Reich war es eben unerfreulich auf die Dauer. Als er z. B. einmal Kundera mit den Worten ,geboren in Prag" vorstellte, begann sie ihren Beitrag hernach mit den Worten:
"Kundera - natürlich in Brünn geboren ". Eine überflüssige Korrektur, denn Kundera wohnte lang in Prag. So etwas fuchst Reich ungeheuer, denn dagegen gibt es keine Waffe. So etwas hat ihm das Leben vergällt. Ich kann Ihnen versichern: Das "Quartett" wäre eher zu Ende gewesen, wenn Frau Löffler geblieben wäre. Dann hätte Reich Ende des letzten Jahres gesagt: Es ist genug. Er verträgt sich mit Frau Radisch sehr gut und für die Harmonie im "Quartett" ist das sehr gut."

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