Gefahr in Verzug bei Gen-Mais: Haupt muss sofort reagieren!

Gen-Mais-Sorten MON810 und Bt176 sind ebenso riskant wie Bt11

Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt den Beschluss der oberösterreichischen Landesregierung, nicht nur Felder mit dem Gen-Mais Bt11 sondern auch Gen-Mais-Verunreinigungen mit MON810 und Bt176 auf ihre Schädlichkeit hin überprüfen zu lassen und danach zu vernichten. Die Umweltorganisation fordert von Minister Haupt nun eine rasche Entscheidung. Es herrscht bereits Gefahr in Verzug, weil der Mais zum Teil bereits in Blüte steht. "Bei allen drei von Greenpeace in Österreich bemängelten Gentech-Verunreinigungen handelt es sich um Bt-Mais-Sorten. Aus Sicht des Umwelt- und Gesundheitsschutzes ist die von Minister Haupt getroffene Unterscheidung völlig unverständlich", sagt Greenpeace-Gentechnik-Experte Herwig Schuster und fordert den Minister auf, sofort den Bescheid auf die anderen beiden Sorten auszudehnen.

Auch MON810 und Bt176 sind wie Bt11 in Österreich mit Importverboten
belegt. Es gibt rechtlich keinen Grund, eine Unterscheidung zwischen diesen Sorten zu machen. Greenpeace fordert außerdem die anderen betroffenen Bundesländer (Kärnten, Steiermark, Burgenland, Niederösterreich und Salzburg) dazu auf, wie Oberösterreich eine Vernichtung aller Gen-kontaminierten Mais-Felder in Erwägung zu ziehen.

Der Bescheid von Minister Haupt von Anfang Juli, gentechnisch kontaminierte Felder vernichten zu lassen, bezog sich nur auf die Sorte Bt11. Nun handelt Oberösterreich als erstes Bundesland und strebt die Vernichtung auch derjenigen Felder an, die mit den anderen beiden Gen-Mais-Sorten kontaminiert sind. Greenpeace ruft auch die anderen Bundesländer dringend auf, ihre Landwirtschaft von gentechnisch manipulierten Pflanzen vollständig frei zu machen um den drohenden Schaden von den Bauern abzuwenden.

Rückfragen & Kontakt:

DI Herwig Schuster, Gentechnik-Experte Greenpeace Österreich,

Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace, tel. 01-5454580-29
bzw. 0676-5147246

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